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"Heroes of Might & Magic V": Zwischen Frust und Ehrgeiz

Neue Optik, alter Charme: Der fünfte Ableger der "Heroes of Might & Magic"-Reihe erstrahlt nun in 3-D, dem bewährten Gameplay wurde indes nur ein dezenter Feinschliff verpasst...

"Schwere Kost" würden die Klitschko-Brüder wohl jammern, wenn sie das neue "Heroes of Might & Magic" in ihren klobigen Händen hielten. Ubisofts fünfte Auflage der Helden-Saga ist nichts für Genre-Einsteiger, Zwischendurch-Zocker, Leute mit Job und Ungeduldige. Selbst beim Schwierigkeitsgrad "normal" stellt man sich früher oder später die Frage: "Bin ich zu doof dafür?" Wer dennoch durchhält, wird belohnt - mit toller Grafik und gigantischem Umfang...

Gut, an Letzterem ist der trotz eiligst nachgeliefertem Patch stellenweise immer noch astronomische Schwierigkeitsgrad nicht gerade unschuldig. Manche Missionen dauern weit über fünf Stunden - und nur allzu oft bemerkt man erst am Ende, dass man's zu unentschlossen angegangen ist und nun einer feindlichen Großmacht gegenübersteht, die sich nicht überwinden lässt. Die Folge: Frust. Neustart. Und der Vorsatz, sich diesmal nicht von allerlei Blendwerk ablenken zu lassen, das hier in jeder Ecke des Fantasy-Landes liegt. Aber davon können "Heroes"-Veteranen ohnehin ein Lied singen. Ihnen sei auch vorweg gesagt: Abseits der gepimpten Präsentation hat sich nicht viel geändert. "Evolution statt Revolution" war wohl das Motto der russischen Entwickler Nival. Verbesserungen sind im Detail zu finden und meist komfortabler Natur.

In der Ruhe liegt die Kraft

Nach wie vor ist "Heroes of Might & Magic 5" jedoch ein ziemlich gemächliches Spiel - kein hektisches Echtzeitgeplänkel, sondern rundenbasiert. Soll heißen: Zug um Zug lotst der Spieler seine Helden nebst Armeen durch quietschbunte, dank neuer 3-D-Engine frei dreh- und zoombare Landschaften, sammelt Rohstoffe und Erfahrungspunkte ein, lernt dadurch neue Fähigkeiten, erobert Säge- und Bergwerke, besucht magische Altäre, verwaltet seine Städte, hebt frische Truppen aus, plündert Schatztruhen und folgt dabei einer Genre-typischen, aber recht spannenden Geschichte, die sich über sechs Kampagnen mit insgesamt 30 Missionen zieht. Schade nur, dass nach dem famosen Render-Intro fortan ungelenke Sequenzen in der Spielegrafik die Handlung vorantreiben.

Neben feindlichen Generälen machen einem vor allem marodierende Monsterscharen das Heldenleben schwer. Kommt es zum Kampf, blendet das Spiel auf eine Art überdimensioniertes Fantasy-Schachbrett um, auf dem sich Ritter und Dämonen, Elfen und Untote, Magier und Hexenmeister ordentlich auf die Mütze geben. Manche der ins Feld geführten Kreaturen verfügen über Spezialfähigkeiten, die klug eingesetzt werden wollen. So können Königsgreifen etwa zum Sturzflug auf einen Gegner ansetzen. Nachteil: Bewegt sich der Feind, geht die Attacke ins Leere ...

Allein ist man gar nichts

I m Gegensatz zum Vorgänger ist der kommandierende Held weit weniger mächtig. Er darf zwar in das Geschehen eingreifen, indem er beispielsweise tief in die Zaubertrickkiste greift, kann aber nicht mehr direkt attackiert werden. Vom einfachen Segen bis hin zur mächtigen Implosion reicht die Palette der spektakulär inszenierten Formeln. Ebenfalls neu: Eine Initiative-Leiste am unteren Bildschirmrand zeigt nun an, in welcher Reihenfolge die eigenen und feindlichen Truppen zum Zug kommen, was altgedienten "Heroes"-Generälen komplett neue Taktiken abverlangt, dem Ganzen aber eine gewisse Dynamik verleiht.

Heroes of Might &Magic V

Hersteller/Vertrieb

Nival Interactive/Ubisoft

Genre

Strategie

Plattform

PC

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Sechs unterschiedliche Fraktionen sorgen für Kurzweil - wenn auch nur rein optischer Natur. Die Kampagnen spielen sich nämlich recht ähnlich. Dennoch: "Heroes of Might & Magic 5" überzeugt mit neuer Optik und altem Charme. Einzig die Hardware-Anforderungen hinterlassen einen bitteren Beigeschmack: Allerlei animierter Schnickschnack, glitzerndes Wasser und hübsche Leuchteffekte verlangen nach schnellen CPUs jenseits der 2-GHz-Grenze, üppigem Arbeitsspeicher und einer modernen DirectX-9-Grafikkarte, die ebenfalls mit potentem Chip und dickem RAM ausgestattet sein sollte. Und wer unbedingt den Multiplayer-Modus austesten will, sollte sich viel Zeit nehmen - trotz der neuen Varianten "Ghost" (der Spieler, der gerade am Zug ist, darf nach Herzenslust gepiesackt werden) und "Zeitdruck" (alles findet in einem vorher festgelegten Rahmen statt).

Gerd Hilber/Teleschau / TELESCHAU
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.