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"Imperium Romanum": Rom an einem Tag erbauen

Faszination der Antike: Mit "Imperium Romanum" versetzt der Entwickler Haemimont den Spieler zurück in die Welt der Caesaren, Präfekten, Sklaven und Gladiatoren. Interessanter Stoff für passionierte Aufbaustrategen.

"Imperium Romanum" steht fest in der Tradition von Programmen wie "Caesar" und wartet eigentlich nicht mit revolutionären Neuerungen auf. Geboten werden drei Spielmodi für Einzelspieler, in denen es um Rom selbst, um Ereignisse der Römischen Geschichte oder um völlig freie Szenarien geht. Der Spieler zieht Karten, die seine Aufgaben enthalten - größtenteils gewohnte Kost wie das Errichten bestimmter Gebäude oder die Förderung des Städtewachstums durch verschiedene Infrastrukturmaßnahmen.

Die frei dreh- und zoombaren 3-D-Karten, auf denen man seine römischen Kommunen errichtet, strahlen durchaus mediterranes Flair aus und erfreuen das Auge mit zahlreichen hübschen Details. Je weiter die Stadt wächst, desto mehr Bürger, Sklaven und Handwerker wuseln auch durch die Straßen - ähnlich wie bei den "Siedlern" macht es auch in "Imperium Romanum" allein schon Spaß, den Leutchen bei ihrem Tagwerk zuzusehen. Ein Tag- und Nachtrhythmus, unterschiedliche Wettersituationen und gelegentliche Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche bringen zusätzlich Farbe ins Spiel.

Die Steuerung greift das intuitive System wieder auf, das sich bereits in "Die Römer" bewährt hat: Ein rechter Mausklick in die Landschaft, und schon stehen einem sämtliche Bauoptionen offen. Wie in anderen vergleichbaren Titeln müssen Ressourcen wie Stein, Lehm, Holz und Marmor abgebaut werden, um den Ausbau der Stadt voranzutreiben. Engpässe und Überschüsse bei Rohstoffen lassen sich durch Handel ausgleichen. Auch mit dem Investieren von Denarii lässt sich so manches Bauvorhaben kurzfristig beschleunigen.

Um alle Bedürfnisse der Stadtbewohner zu erfüllen, gilt es, bestimmte, einfach strukturierte Wirtschaftskreisläufe in Gang zu bringen und aufrechtzuerhalten. Der Bedarf reicht von der Bereitstellung von Nahrungsmitteln über religiöse Kultstätten bis hin zu einem vielfältigen Unterhaltungsangebot. Bekommen die Bürger nicht, was sie wollen, gipfelt die Unzufriedenheit schneller in einer Revolte, als einem lieb ist. Raubzüge, Plünderungen und Brandschatzungen lassen sich dann nur noch schwer in den Griff bekommen. Leider sind jedoch die Statistiken, die Aufschluss über die wirtschaftliche und demografische Entwicklung geben, reichlich unübersichtlich, so dass man des Öfteren recht unvermittelt von Aufständen überrascht wird.

Imperium Romanum

Hersteller/Vertrieb

Haemimont/Kalypso

Genre

Simulation

Plattform

PC

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

"Imperium Romanum" ist etwas für Spieler, die gerne relativ stressfrei vor sich hin bauen möchten und dabei etwas zum Zusehen geboten haben möchten. Das Spiel eignet sich aufgrund seines niedrigen Frustfaktors vor allem für Einsteiger und Gelegenheitszocker. Naturgemäß ist es mit der Abwechslung bei den zu bewältigenden Aufgaben auf die Dauer nicht allzuweit her - aber das dürfte leidenschaftliche virtuelle Bauherren nur wenig stören.

Herbert Aichinger/Teleschau / TELESCHAU
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