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"International Volleyball 2006" Schade um die Pionierarbeit


Vom Strand in die Halle: "International Volleyball 2006" ist die erste 3-D-Simulation des Hallensports, krankt aber an allen Ecken und Enden.

Natürlich muss man den Entwicklern von GOST erst einmal Respekt zollen. Es braucht schon Mut, eine von den Medien stiefmütterlich behandelte Sportart wie Hallenvolleyball auf dem PC umzusetzen. Dennoch dürfte die Freude über diese Pioniertat schnell verfliegen. Denn "International Volleyball 2006" ist trotz 60 Original-Teams und diverser Spielmodi eine mittlere Katastrophe.

Die nimmt mit steif animierten Klonfiguren ihren Anfang, erstreckt sich über statische Spielzüge, die weder für Elementares (Blocksicherung) noch für taktische Finessen Platz lassen, und gipfelt schließlich darin, dass keine der angebotenen Kameraperspektiven den nötigen Überblick gewährt. Jedenfalls befindet sich die meiste Zeit über der Ball außerhalb des Bildschirms - was zweifelsohne auch seine guten Seiten hat. So wird man immerhin nicht Zeuge der dürftigen Physik, die dem Ganzen zugrunde liegt.

Die laut Frogster "unkomplizierte" Steuerung ist wirklich unkompliziert - allerdings vermittelt sie nur selten ein Gefühl von Kontrolle. Die KI der eigenen Teamkameraden dümpelt knapp über dem Hallenboden dahin. Und wohin der Gegner den Ball drischt, lässt sich nur ein kleines farbiges Kästchen ahnen.

International Volleyball 2006

Hersteller/Vertrieb

GOST/Eclypse

Genre

Sport

Plattform

PC

Preis

ca. 25 Euro

Altersfreigabe

o.A.

So viele Faktoren, die die Lust geneigter Volleyballer in Frust verwandeln. Muss also doch wieder das olle "Beach Spikers" für den GameCube aus dem Schrank gekramt werden - aber nicht wegen der endlosen Strände, knappen Bikinis und hüpfenden Bälle, sondern weil Sega es schlicht verstanden hatte, den Sport grandios umzusetzen.

Bernd Fetsch/Teleschau TELESCHAU

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