"Job Island" Mit Fleiß die Welt retten


Mit Minijobs und Teleshopping den Weltuntergang abwenden - in Hudsons "Job Island" ist das Realität. Leider laden nicht alle 50 Minispielchen zum spaßigen Zocken ein.

In Zeiten der Wirtschaftskrise klingt der Titel nicht gerade nach Spielspaß. Doch statt grauer Arbeitsamt-Atmosphäre bietet das Spiel knuddelige Figuren mit Weltretter-Ambitionen. Denn ein Komet droht mit der Erde zu kollidieren, weshalb der Spieler entweder in die Haut von Nadine oder Tom schlüpft, um mit dem kauzigen Opa als Berater die Katastrophe zu verhindern.

Doch bauen die gewitzten Kinder keine Rakete, um das astrale Hochgeschwindigkeitsgeschoss à la "Armageddon" in die Luft zu sprengen. Stattdessen gehen sie ganz bodenständig arbeiten - denn beim Teleshopping-Kanal gibt es einen Superhelden-Dress. In über 50 Minispielen verdingt sich der User als Feuerwehrmann, Schneider, Pizzabäcker, Clown, Polizist, Fischer oder Kurier. Dabei pendelt der Anspruch zwischen kindisch und knifflig. Wenn beispielsweise als Schneider mittels quergelegter Wiimote eine Naht genäht werden muss, kann das ziemlich schnell schief gehen. Andere Beschäftigungen hingegen, wie Fischen, gehen auf Anhieb leicht von der Hand.

Mit jedem erfüllten Job kassieren die Kids Bares, das sie im TV-Shop gegen neue Uniformen oder Hilfsmittel eintauschen können - Erstere schalten weitere Jobs frei, Letztere verlangsamen oder verkleinern den Kometen.

Job Island

Hersteller/Vertrieb

Hudson/Konami

Genre

Geschicklichkeit

Plattform

Wii

Preis

30 Euro

Altersfreigabe

Ab 6 Jahren

Zwar können bei jedem Beruf insgesamt drei Expertenstufen erklommen werden, und weitere Sonderaufgaben sorgen für Abwechslung. Trotzdem ist das Spielgeschehen insgesamt recht monoton. Die immer gleichen Statusbildschirme und die monotonen Musikstücke nerven bereits nach wenigen Stunden. Trotz pädagogisch wertvoller Message und putziger Knuddel-Charaktere, dürften selbst Kids schnell die Lust an "Job Island" verlieren - Die Minigames sind schlichtweg zu langweilig und zu einfach gestrickt.

Alexander Hildebrand/Teleschau TELESCHAU

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