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"Rayman Raving Rabbids 2": Kampf den cholerischen Killerkarnikeln!

Waaaaaaaah! Irre Hasen wollen die Weltherrschaft an sich reißen. Oder machen die nur Spaß?

Über 60 Mini-Spielchen hat sich der französische Entwickler und Publisher für den Nachfolger des Überraschungshits ausgedacht - eines schräger, skurriler, kranker als das andere und natürlich vollends auf die Fähigkeiten der Wiimote abgestimmt. In "Sind wir bald da?" etwa wird dem quengelnden Hasen-Nachwuchs so lange eine gescheuert, bis sich der Verkehrsstau auflöst - oder alle heulen. Dann wiederum soll ein cholerischer Lehrer mit Papierkügelchen bespuckt werden, bis dem der Kragen platzt und nach einem Mehrheitsentscheid einer der Schüler zum Sündenbock gestempelt wird. Beim Rodeo indes muss der Spieler zum Punktescheffeln die angezeigten Bewegungen mit Wiimote und Nunchuck nachahmen, was nicht nur auf dem Bildschirm reichlich albern aussieht, sondern auch davor.

Beachvolleyball-Spielen mit prallen Melonen, die Flucht vor einer riesigen Steinkugel à la "Indiana Jones" oder Einkaufswagen-Rennen in bester "Jackass"-Manier - alle Einfälle, Seitenhiebe und Anspielungen aufzuzählen, macht wohl wenig Sinn. Aber ein paar Dinge fallen dann doch auf: Die meisten der Mini-Games sind im Gegensatz zum Vorgänger endlich vollends Multiplayer-tauglich - worunter jedoch diesmal Solo-Zocker leiden. Denn alleine ist "Rayman Raving Rabbids 2" in etwa so spannend wie das Ausmisten eines Hasenstalls. Daran können auch die zahlreichen "Schießspiel"-Einlagen nichts ändern, in denen sich Rayman vor Video-Hintergründen durch Horden von virtuellen Killerkarnickeln ballert - allerdings nur mit Gummisaugglocken. Schließlich besitzt der Titel keine Alterseinschränkung.

Rayman Raving Rabbids 2

Hersteller/Vertrieb

Ubisoft/Ubisoft

Genre

Geschicklichkeit

Plattform

Wii

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Bei vier menschlichen Spielern läuft der Titel jedoch zu Höchstform auf. Gemeinsam machen die schrägen Renneinlagen, Rohr-frei-Aktionen und die aus dem Vorgänger bereits bekannten Jam-Sessions einfach mehr Spaß. Der Hauptgrund dafür ist schlicht und ergreifend die Schadenfreude, die sich bei Computer-Gegnern nicht einstellen will. Immerhin: Der Solo-Modus ist nicht mehr vonnöten, um die Mini-Games freizuschalten. Nur wer andere Outfits möchte, kommt nicht drum herum.

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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