"Secret Agent Clank" Viel Blech und ein wenig Charme


Nach vielen Jahren als treuer Sidekick des Langohrs Ratchet bekommt Blechbirne Clank nun sein erstes Solo-Abenteuer. Als "Secret Agent" mit der Lizenz zum Löten rückt er exklusiv auf Sonys PlayStation Portable aus, um seinen Kumpel aus dem Knast zu holen ...

Ratchet wurde eingebuchtet. Der intergalaktische Held soll das "Auge der Unendlichkeit", einen unschätzbar wertvollen Edelstein, aus dem Boltaire-Museum geklaut haben. Schnell merkt Clank jedoch, dass an der Sache etwas faul ist. Er rückt aus, um im Museum selbst, aber auch in Weltraum-Villen, Hochsicherheitsgefängnissen und Space-Kasinos nach Hinweisen zu suchen, die seinen Kumpel entlasten.

Obwohl sich bereits nach kurzer Zeit die ersten "Aaah"-Erlebnisse einstellen - unklar bleibt so einiges: etwa, warum ein Roboter unbedingt einen aufgemalten Smoking tragen muss? Viel entscheidender ist allerdings die Frage, wieso in aller Welt Entwickler High Impact, der bereits für den hervorragenden PSP-Ableger "Size Matters" verantwortlich zeichnete, unbedingt vom reinrassigen Action-Gameplay abwich und stattdessen auf unausgegorene Schleicheinlagen setzte. So darf sich Clank nun hinter Objekten verstecken, riesige Wachroboter rücklings attackieren und diese per Quick-Time-Event außer Gefecht setzen. Nur: Geht die Sache aufgrund der ungeschickten Kameraführung schief, ist man rasch von einem halben Dutzend Gegnern umzingelt - was in den meisten Fällen schlicht "Game Over" bedeutet.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Natürlich darf der kleine Racker immer noch wie wild durch die Gegend ballern und Gegner mittels Clank-Fu in sämtliche Einzelteile zerlegen. Abwechslung sieht dennoch anders aus - zumal die wenigen Mini-Spiele und Charakterwechsel (später dürfen auch der egozentrische Captain Qwark und Knacki Ratchet kurz gesteuert werden) aufgesetzt wirken.

Secret Agent Clank

Hersteller/Vertrieb

Sony/Sony

Genre

Action-Adventure

Plattform

PSP

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Auch grafisch gewinnt der Blechkübel keinen Blumentopf. Viele der Levels sind ungemein trist und uninspiriert ausgefallen. Dass die PSP trotz der zahlreichen Patzer und Nicklichkeiten keinen Rost ansetzt, ist dem Humor vom "Secret Agent Clank" zu verdanken. Jede Menge Anspielungen auf Bond, "Mission: Impossible" und Co., irrwitzige Gadgets und nette Zwischensequenzen stimmen dann doch wieder ein bisschen versöhnlich ...

Bernd Fetsch/Teleschau TELESCHAU

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