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"Still Life 2": Kein perfekter Mord

Mit dem beklemmend inszenierten Thriller "Still Life" erzielte das französische Team Microids 2005 einen Adventure-Achtungserfolg. Die gerade erschienene Fortsetzung ist nicht minder spannend, wirft aber auch einige Fragen auf.

Ein digitaler Krimi für Erwachsene, in dem nicht verquere Rätsel, sondern Spannung und Atmosphäre im Vordergrund stehen - das ist "Still Life" aus dem Hause Microids. Während Teil eins vor vier Jahren die Spieler in der Schlusssequenz mit einem etwas ernüchternden Cliffhanger zurückließ, hält "Still Life 2" am Ende ebenfalls eine Überraschung bereit.

Victoria "Vic" McPherson ist frustriert. Seit Jahren ist die ehemalige FBI-Agentin einem Serien-Killer auf den Fersen, der an der Ostküste der USA immer wieder junge Frauen verschleppt, um sie zu quälen und schließlich zu töten. Seine Gräueltaten zeichnet der Kerl auch noch auf Video auf und hat sichtlich Spaß daran, seine "Werke" an die Medien zu schicken. TV-Journalistin Paloma Hernandez überschüttet Victoria in ihren News-Beiträgen mit Häme und Spott, weil sie es in der langen Zeit immer noch nicht geschafft hat, dem Killer das Handwerk zu legen. Bis sie selbst in die Fänge des Verbrechers gerät ...

Ein digitaler Krimi für Erwachsene, in dem nicht verquere Rätsel, sondern Spannung und Atmosphäre im Vordergrund stehen - das ist "Still Life" aus dem Hause Microids. Während Teil eins vor vier Jahren die Spieler in der Schlusssequenz mit einem etwas ernüchternden Cliffhanger zurückließ, hält "Still Life 2" am Ende ebenfalls eine Überraschung bereit.

Im Folgenden wechselt der Spieler zwischen den beiden Protagonistinnen hin und her, recherchiert einmal als Vic mit Forensik-Köfferchen und Laptop die Hintergründe der Mordserie und versucht dann wiederum, sich als Paloma aus der Gewalt ihres Entführers zu befreien und ihr nacktes Überleben zu sichern. Dadurch entwickelt "Still Life 2" einen intensiven Spannungsbogen, der den Spieler trotz aller Schwächen des Programms komplett in seinen Bann zieht. Kleine Zwischensequenzen mit drastischen Bildern, ungewöhnlichen Kameraeinstellungen und ausgefeilter Dramaturgie jagen einem dabei immer wieder kalte Schauer über den Rücken.

Die Rätsel, die die beiden Damen zu lösen haben, sind mit gesundem Spürsinn leicht zu bewältigen und meist logisch aufgebaut. Warum der Mörder Paloma in einem Zimmer gefangen hält, in dem ihr alle Ausbruchsutensilien quasi auf dem Silbertablett serviert werden, dürfte aber wohl auf ewig ein Geheimnis der Entwickler bleiben: Die Nagelfeile liegt in der Schublade bereit und direkt neben dem Ofen der Schürhaken, mit dem das mit Brettern zugenagelte Fenster im Handumdrehen aufgehebelt ist.

Schlimmes Inventarsystem

Das Einzige, was dem schnellen Puzzle-Knacken im Weg steht, ist das umständliche Handling des Inventars. Vic und Paloma können nämlich nicht beliebig viele oder große Gegenstände mit sich herumschleppen, diese aber auch nicht einfach am Boden ablegen. Stattdessen müssen sie sich Schränke oder Kisten als Stauräume suchen. Nervige Laufwege sind damit programmiert.

Still Life 2

Hersteller/Vertrieb

Microids/rondomedia

Genre

Adventure

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Die Geschichte von "Still Life 2" ist spannend bis zum ungewöhnlichen Ende - und nichts für schwache Nerven, obwohl auf Splatter-Effekte vollends verzichtet wird. Eigentlich erstaunlich, denn in Sachen Präsentation hätte man noch vieles besser machen können: Die klobige 3-D-Grafik hinkt der aktuellen Entwicklung um Jahre hinterher, die Figuren sind schlecht animiert und wirken wie plumpe Gliederpuppen. Auch mit der Lippensynchronität der durchwachsenen Sprachausgabe ist es nicht weit her. Trotzdem: "Still Life 2" garantiert Freunden von morbiden Thrillern einige Stunden Gänsehaut vor dem heimischen PC.

Herbert Aichinger/Teleschau / TELESCHAU
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Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.