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"WinSweep": Anonymes Surfen

Viel Übel kommt aus dem Internet. Wer sich in die brodelnde Nahkampfzone der Spammer, Hacker, Raubkopierer und der alles observierenden Medienverbände begibt, tut gut daran, sich eine Tarnkappe aufzusetzen. "WinSweep" hilft Ihnen im Netz dabei, so zu tun, als ob Sie gar nicht da wären.

Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß. Das gleiche Gefühl wie der tanzende Kobold darf nun auch der normale PC-Anwender verspüren - und das Tag für Tag. Er muss für diesen Zweck nur eine elektronische Tarnkappe aufsetzen, wie sie die Berliner Software "WinSweep" spendiert. Einmal aktiviert, sorgt das Programm dafür, dass die eigene Identität vor den Web-Betreibern geheim gehalten wird, deren Homepages in den Browser geladen werden. Damit das auch tatsächlich gelingt, arbeitet die Software mit zwischengeschalteten Proxy-Servern, die den Website-Spionagemodulen eine völlig andere Identität vorgaukeln. Da das Programm auch noch ständig von einem Proxy-Server zum anderen wechselt, fällt es auch dem neugierigsten Datenklau im Internet schwer, mehr über den Surfer herauszufinden - oder den Weg nachzuvollziehen, den dieser im Netz gegangen ist. "WinSweep" sichert dabei nicht nur gründlich, sondern paranoid: Bis zu 32 Proxy-Server lassen sich zwischen den eigenen Rechner und den im Web besuchten Server schalten. Die eigene IP-Adresse bleibt bei diesem Verfahren unerkannt. Diesen Schutz der eigenen Identität haben sich bereits viele Anwender gewünscht.

Nicht nur anonym, sondern auch sicher

Wer nicht nur anonym, sondern auch sicher sein möchte, kann das Tool ebenfalls von der Leine lassen. Sobald der erhöhte Sicherheitsmodus per Buttondruck im Menü der Software aktiviert ist, verbietet das Programm den Download von ActiveX-Controls und verhindert zugleich auch das Ausführen von JavaScript- und VBScript-Programmteilen. Viele gefährliche Attacken lassen sich auf diese Weise problemlos abwehren. Vor allem boshafte Dialer auf ActiveX-Ebene werden so leicht unter Kontrolle gebracht. Allerdings kann es bei dieser Art der Blockade auch passieren, dass einige aufgerufene Homepages nicht mehr richtig funktionieren.

WinSweep 3.50

System

ab Windows 95

Autor

Frank-Oliver Dzewas

Sprache

Deutsch

Preis

12,95 Euro

Größe

2,6 MB

Weg mit den Spuren

"WinSweep" unterstützt seinen Besitzer in jeder Art der angewandten Paranoia. Mit dem Befehl "System reinigen" ist es etwa möglich, alle Spuren zu tilgen, die der Anwender auf seinem Computer hinterlassen hat. Auch diese Funktion sollte mit Bedacht aufgerufen werden, da sie ohne Rückfrage den Internet-Cache, die Cookies, den Verlauf, die Dokumenten-History und die temporären Dateien löscht. Wer die Cookies vielleicht noch behalten möchte, kann den Löscheifer der Software aber auch in den Einstellungen reglementieren.

Neu: "Sichere Favoriten"

Was kann "WinSweep" in der neuen Version 3.50 noch so alles? Eine Menge: Das Programm ist in der Lage, anonyme E-Mails zu versenden, Popup-Fenster und Internet-Werbung zu blockieren oder Dateien mit sensiblen Inhalten so zu vernichten, dass niemand sie heimlich wiederherstellen kann. Eine ganz neue Funktion sind die "sicheren Favoriten". Hier eingetragene Web-Adressen lassen sich so konfigurieren, dass das System automatisch in einen anonymen oder besonders sicheren Modus wechselt, sobald sie aufgerufen werden. Dabei arbeitet das System übrigens mit allen wichtigen Browsern zusammen, so auch mit Firefox. Gelungen ist, dass sich alle Funktionen ab sofort auch aus einer IE-Toolbar heraus aufrufen lassen, die das Programm automatisch mit installiert.

Download beim Hersteller: www.winsweep.de

Carsten Scheibe
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