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25 Jahre "Tetris": Tiefstapler leben länger

Eines der populärsten Computerspiele feiert seinen 25. Geburtstag. Und trotz seines Alters ist das in Russland entwickelte "Tetris" auch heute noch ein spielerischer Dauerbrenner. Weltweit. Die Entwickler allerdings wurden nicht zu Stars.

Die einfachsten Spielideen sind in der Regel die genialsten. Das gilt für "Mensch ärgere Dich nicht" ebenso wie für Poker und sogar Schach. Und für "Tetris". Das Spiel mit den kleinen Blöcken wurde von hunderten Millionen Menschen in allen Teilen der Welt und in allen Varianten gespielt. Erfunden wurde es vor 25 Jahren von zwei Russen.

Die Idee von Alexej Paschitnow war denkbar einfach. Angelehnt an das russische Brettspiel "Pentamino" ließ der damals 29-jährige Programmierer im Juni 1984 einfach unterschiedliche, aber immer aus vier Quadraten bestehende Spielblöcke in ein Glas fallen. Kam eines unten an, folgte das nächste. Eine geschlossene Reihe brachte Punkte, ansonsten wuchs der Berg aus den Quadrattrümmern immer weiter und ließ das Glas schließlich überlaufen: Game Over.

Das Spiel war schnell entwickelt, Paschitnows Freund Wadim Gerassimow schrieb es so um, dass es auch auf westlichen IBM-Computern laufen konnte. Stundenlang spielten die beiden Freunde ihre Eigenentwicklung - schließlich hatten sie es nur dazu kreiert. An eine Verbreitung, erst recht einen Verkauf dachten beide nicht.

Tantiemen waren zweitrangig

Doch das Spiel verbreitete sich schneller als jedes Computervirus, von denen auch die beiden Russen ein paar entwickelt hatten. Softwareläden gab es im Ostblock nicht, aber "Tetris" wurde einfach auf labberige 5,25-Zoll-Disketten heruntergeladen und gespielt, gespielt, gespielt. Diebstahl eigentlich, aber daran dachten damals noch nicht einmal die Erfinder. Der gerade 16-jährige Mitentwickler Gerassimow war stolz auf das Spiel, Tantiemen waren zweitrangig. Und Paschitnow Versuche, das Spiel zu verkaufen, scheiterten kläglich.

Die Millionen kassierte der Kreml: Die Akademie der Wissenschaften der Sowjetunion, für die Paschitnow arbeitete, verkaufte die Rechte ihres wohl erfolgreichsten Exportartikels. Doch schon zuvor war "Tetris" durch den Eisernen Vorhang gedrungen. Mehrere Firmen und Geschäftsleute verkauften die Rechte an "Tetris" - die sie gar nicht besaßen. Ein halbes Dutzend Firmen meldete Ende der achtziger Jahre das Recht auf "Tetris" an. Zu den Rekordverkäufen kam ein Rekordrechtsstreit. Am Ende gab es einen großen Gewinner: Der japanische Videospiel-Riese Nintendo erhielt die Rechte und legte Tetris seiner 1989 auf den Markt gekommenen Spielkonsole bei. Der Verlierer hieß Atari. Die US-Firma hatte bereits große Mengen Datenträger mit "Tetris" produziert und auf Lager. Als Atari die Lizenz nicht bekam, mussten Huntertausende Speichermodule vernichtet werden. Eine finanzielle Katastrophe. Details des Streits um die "Tetris"-Lizenz werden in der sehenswerten BBC-Dokumentation "Tetris - Liebesgrüße aus Moskau" dargestellt.

Inzwischen wurde das Spiel im Westen perfekt vermarktet. Der Kreml musste als Beiwerk ebenso herhalten wie Balalaika-Musik und Wodka. Eine Firma schrieb den letzten Buchstaben von "Tetris" mit einem Gebilde aus Hammer und Sichel, eine andere gab dem Spiel den Untertitel "Die sowjetische Herausforderung". Zu hunderten Millionen lief Tetris auf Spielkonsolen, Mobiltelefonen und Schlüsselanhängern. Auf Nintendos Game Boy zeigte "Tetris" im Hintergrund den Kreml und eine Balalaika.

Paschitnow und Gerassimow wurden bald vergessen und kamen über Talk-Show-Prominenz nicht hinaus. Beide arbeiten heute als Entwickler in den USA, "Tetris" bringen nur wenige mit den beiden Ex-Moskauern in Verbindung. Der 16-jährige Gerassimow hatte ohnehin 1987 schriftlich auf alle Rechte an "Tetris" verzichtet.

Paschitnow, der inzwischen in Seattle lebt, und Henk Rogers, der damals die Lizenz für Nintendo ergattert hatte, planen derzeit eine internationale Tetris-Olympiade. "Wir wollen Tetris zu einem Zuschauersport weiterentwickeln", sagt Rogers. Auf Mobiltelefonen wird Tetris längst schon gespielt, es ist auf diesem Markt die Nummer eins, sagt Adam Sussman vom Hersteller EA Mobile. "Das Spiel hatte wirklich einen riesigen Einfluss auf die gesamte Spieleindustrie", so Sussman.

Inzwischen hält die Rechte an "Tetris" eine Tetris Holding, die dafür sorgt, dass auch auf aktueller Hardware, seien es Konsolen, Computer oder Mobiltelefone, ordentlich Klötzchen gestapelt werden können. 15 aktuelle Titel führt die Website des Unternehmens auf. Das Internet ist sowieso voll mit legalen und illegalen "Tetris"-Versionen und -Imitationen. Paschitnow und Rogers selbst haben mit "Tetris Friends Online Games" ein Webangebot gestartet, wo man zehn Varianten online spielen kann.

Rogers hat eine These parat, um die Popularität von Tetris zu erklären. "Es gibt keine Gewalt, es vertritt keine Ideologie, es überschreitet kulturelle Grenzen", sagt er. "Es geht einfach darum, Ordnung ins Chaos zu bringen."

Der russische Erfinder Paschitnow hat über die Jahre etwas lernen müssen: "Früher war ich mal der beste Tetris-Spieler der Welt. Heute bin ich nur noch ein guter Spieler, aber kein überragender mehr."

san/DPA/AFP / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.