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Apple speicherte illegal Geodaten: 27.000 Südkoreaner verklagen Apple

Eine südkoreanische Anwaltskanzlei verklagt Apple stellvertretend für 27.000 Bürger wegen illegaler Speicherung von Geodaten.

Eine südkoreanische Anwaltskanzlei verklagt Apple stellvertretend für 27.000 Bürger wegen illegaler Speicherung von Geodaten.

Im April dieses Jahres gab es bereits einen Aufschrei, als ans Tageslicht kam, dass iPhones mit installiertem iOS 4 in der Lage sind, unverschlüsselt Daten über Aufenthaltsorte zu speichern. Diese Speicherung erfolgte geheim und ohne Einwilligung der iPhone-Besitzer.

Der Südkoreaner Kim Hyung-souk erstritt im Vorfeld eine Abfindung in Höhe von einer Million Südkoreanischen Won (umgerechnet 647 Euro), als er Apple auf Verletzung des Datenschutzes verklagte. Nun hilft der Anwalt 27.000 weiteren Betroffenen, Apple vor Gericht zu bringen.

Hyung-souk erklärte: "Ich benutze selbst ein iPhone. Als ich darüber in den Medien hörte, untersuchte ich die Legalität der Datenspeicherung basierend auf koreanischem Recht. Ich kam zu dem Schluss, dass dies eindeutig illegal ist."

Sollte die Sammelklage vor dem südkoreanischen Gericht Erfolg haben, droht Apple eine Zahlung in Millionenhöhe.

Während des großen PR-Desasters im April 2011, behauptete Apple, dass es nur Daten speichere, die "die Datenbank von WLAN-Hotspots und Sendemasten" vervollständige. Seitdem veröffentlichte der amerikanische Konzern ein Software-Update, welches gespeicherte Ortsdaten automatisch löscht, sobald das Telefon ausgeschaltet oder die Verbindung durch Modusänderung unterbrochen wird.

TR / Tech Radar
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