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EDV-Begriffe: Googeln im neuen Duden

Eine jede neue Duden-Ausgabe ist eine Momentaufnahme der deutschen Sprache. In der jetzt erschienenden 23. Ausgabe sind viele Begriffe aus der Computerwelt hinzugekommen.

Alle vier Jahre veröffentlicht der Duden-Verlag eine neue Ausgabe seines Standardwerks für die Rechtschreibung. Ganz nebenbei bietet die Mannheimer Duden-Redaktion dabei auch immer eine Momentaufnahme des deutschen Wortschatzes. In der jetzt erschienenen 23. Auflage sind rund 5000 Begriffe neu hinzu gekommen. Darunter sind etliche aus der Computerwelt, die den engen Bereich der Fachsprache verlassen haben und zum Allgemeingut geworden sind.

1996 nahm der Duden den "Cyberspace" auf, 2000 den Download mit der etwas abenteuerlich klingenden Verbform "ich habe downgeloadet." Diesmal gehört das Verb "googeln" zu den prominentesten Neuheiten, erklärt als die Tätigkeit, "im Internet, bes. in Google" zu suchen.

243 Duden-Einträge aus dem Bereich EDV

Ebenfalls neu aufgenommen wurden der "Audiostream" als "Datei zum Hören im Internet", das "Business-to-Business", das Internet-Auktionshaus eBay (mit Hauptschreibweise "E-Bay"), das E-Book (in der Bedeutung der Geräte-Hardware, nicht als Buchdatei), das eher unübliche "einklicken", der Helpdesk, die Musiktauschbörse und die Mobilfunktechnik UMTS. Neu dabei sind auch das "Antivirenprogramm", der "Dialer" und - Microsoft sei Dank - der "Patch". "XML" erweitert das dürftige Kapitel der Begriffe, die mit X anfangen. Als Begriffe aus dem Fachgebiet EDV werden insgesamt 243 Duden-Einträge gekennzeichnet.

Schwierig ist der Umgang mit dem Bindestrich bei Computerbegriffen aus dem Englischen. Der Duden lässt zwar in seiner Regel mit der Kennziffer K22 die Wahlfreiheit, den Bindestrich für "unübersichtliche Zusammensetzungen" zu verwenden. Als Hauptschreibweise wird aber gerade bei Begriffen aus der englischen Fachsprache die Zusammenschreibung angegeben. Das führt dann zu unschönen Gebilden wie "Desktoppublishing" und "Electroniccommerce". Das Backup hingegen wird in der Hauptschreibweise als "Back-up" geführt, der Vorgang des Einloggens als "Log-in".

"FAQ" heißen nicht "Fack"

Neben dem gedruckten Werk von mehr als 1100 Seiten gibt es den neuen Duden auch wieder auf CD-ROM für die hauseigene Software der PC-Bibliothek. Hier kann man nicht nur im Textbestand der 125.000 Stichwörter "googlen", sondern diesen auch mit eigenen Markierungen, Verknüpfungen und Anmerkungen versehen. Außerdem bietet die CD zu mehr als 9.000 Begriffen akustische Aussprachehilfen, die der Aussprachedatenbank der ARD entnommen sind. Da erfährt man denn auch, dass die "FAQ", die Liste häufig gestellter Fragen, nicht etwa wie "Fack", sondern elegant als "Effehkju" auszusprechen ist.

In der Buchausgabe kostet das Nachschlagewerk mit dem Titel "Die deutsche Rechtschreibung" 20 Euro. Die CD-ROM für Windows (ab 95) und Macintosh (bis OS 9) sowie für Linux und MacOS X gibt es für 19,95 Euro ebenfalls im Buchhandel. Als drittes Angebot vertreibt der Verlag für 25,50 Euro das Buch mit CD - allerdings handelt es sich dabei um eine "Express"-Version mit eingeschränkter Software-Funktionalität. Schließlich gibt es über die Online-Händler pdassi.de und pocketland.de auch erstmals Versionen für Handheld-Computer mit den Betriebssystemen Palm und Pocket PC.

Peter Zschunke/AP / AP / DPA
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.