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Festplatten löschen: Ab in die Tonne!

Wer seine Festplatte bei Ebay versteigert, riskiert, dass private Fotos, Mails oder heikle Daten in Umlauf kommen. Schlaues Löschen aber hilft.

Die E-Mails von Frau W. waren eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. "Ein paar Gefühle" lautet eine Betreffzeile, andere hat sie "Sie sucht Ihn", "schnurrrr" und "ein Kuss ..." überschrieben. Doch jetzt besitzen Fremde Frau W.s Briefe. Sie können sie lesen, weiterleiten, sie sogar im Internet veröffentlichen. Denn sie haben den gesamten privaten Briefverkehr von Frau W. bei Ebay ersteigert. Und dazu noch Tausende Fotos, Musikstücke und andere Dokumente dazu.

Die Daten stammen von ausrangierten Computerfestplatten, die jede Woche zu Hunderten bei Ebay versteigert werden. Nach dem Zufallsprinzip hat die Berliner Software-Firma O & O Festplatten gekauft - und dabei vertrauliche Informationen gleich gigabyteweise zutage gefördert. Von den gut 200 ersteigerten Festplatten enthielten 113 noch rekonstruierbare Daten: insgesamt 40 000 WordDokumente, 15 000 Excel-Tabellen und etwa 50 E-Mail-Postfächer. Sie stammten nicht nur von Privatleuten: Eine Festplatte enthielt Daten der Bundesagentur für Arbeit, andere gehörten Banken, Reiseveranstaltern oder einem Privatdetektiv.

Nicht, dass die Vorbesitzer ihre Speicher vor dem Verkauf nicht gelöscht hätten. Sie hatten alles in den Windows-Papierkorb gezogen und "Papierkorb leeren" angeklickt. "Sollen alle Elemente im Papierkorb wirklich gelöscht werden?", hatte der PC gefragt, und sie hatten "Ja" geklickt.

Reingefallen. Denn gelöscht ist gar nichts. Selbst diejenigen, die durch Befehle wie "format c:" und "fdisk" die Inhalte ihres Rechners beseitigen wollten, haben sich getäuscht. Löschen und Formatieren heißt nur, die Daten zum Überschreiben freizugeben - nicht aber, sie wirklich zu entfernen. Das ist so, als ob man ein Buch vernichten wollte, indem man nur das Inhaltsverzeichnis herausreißt.

Wer Daten wirklich aus dem digitalen Langzeitgedächtnis entfernen will, muss spezielle Radier-Software einsetzen, die den zu löschenden Inhalt mit einer 010101-Folge oder mit einem Datensalat aus Zufallszahlen überschreibt. Und das am besten mehrmals hintereinander. Denn selbst nach häufigem Überschreiben können Fachleute anhand magnetischer Spuren Gelöschtes rekonstruieren: Sie erkennen, ob es sich bei der 0 wirklich um eine 0 handelt oder um eine 1, die nur mit einer 0 überschrieben worden ist.

Kein Wunder also, dass die O & O-Rechercheure leichtes Spiel hatten. Auch vergleichbare internationale Studien kommen immer wieder zu ähnlichen Ergebnissen. Als vor zwei Jahren US-Wissenschaftler 158 gebrauchte Festplatten ersteigerten, waren von fast allen noch Daten wiederherstellbar, eine davon stammte aus einem Geldautomaten. In Großbritannien untersuchten Wissenschaftler 101 gebrauchte Computerspeicher und fanden auf mehr als der Hälfte persönliche Daten, darunter Passwörter, Pornofotos und PIN-Nummern.

Und das können längst nicht nur Wissenschaftler und Experten. Kleine und leicht zu bedienende Programme helfen auch Laien, scheinbar Gelöschtes wieder herzuzaubern. Manche Tüftler machen sich inzwischen einen Spaß daraus, auf gebraucht gekauften Festplatten, USB-Sticks, Flashkarten und MP3-Playern nach Spuren der Vorbesitzer zu suchen.

Den Hauptgewinn zog dabei kürzlich ein Student aus Potsdam. 20 Euro hatte er für eine 20-Gigabyte-Festplatte bezahlt, auf der sich geheime Daten der brandenburgischen Polizei befanden. Weil er seinen Fund ordnungsgemäß meldete, konnte er eine saftige Belohnung einstreichen: 2000 Euro. Um solche Probleme zu umgehen, ziehen Behörden ihre Speicher immer öfter mit der einzig hundertprozentig sicheren Methode aus dem Verkehr: Sie zerstören alte Festplatten.

Ulf Schönert / print
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.