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Firefox 2.0: Neuer Fuchs für Vielsurfer

Microsoft kommt nicht aus dem Knick: Der Internet Explorer schafft es nicht wirklich, die Bedürfnisse der Online-Gemeinde zu befriedigen. Dessen liebstes Kind ist der kostenlose Browser Firefox, der klein, schnell und mit allen nur erdenklichen Finessen ausgestattet ist. Ein Test der aktuellen zweiten Version lohnt sich.

Wer vom Internet Explorer zu Firefox wechselt, schnallt sich erst einmal am Schreibtischstuhl fest. Mann, ist der Web-Browser klein, schnell geladen und wieselflink beim Laden von Web-Seiten. Vor allem bei Seiten, hinter denen eine große Datenbank steht, legt der Firefox richtig an Tempo zu.

Wie viel Usability unter der Oberfläche des Firefox steckt, merkt der Anwender erst bei der täglichen Arbeit mit der Software. So unterstützt der Feuerfuchs das bei vielen Surfern sehr begehrte "Tabbed Browsing". Beim Laden einer neuen Internetseite wird hier einfach eine neue Ebene im Programmfenster geöffnet - und nicht gleich eine neue Instanz. Über beschriftete Registerzungen ist es dann möglich, ganz schnell und mit nur einem Mausklick von einer Seite zur nächsten zu wechseln. In der Version 2.0 erhalten alle Reiter erstmals einen eigenen Schließen-Knopf, sodass sich nicht länger benötigte Tabs besonders schnell wieder aus der Ansicht löschen lassen.

Mehrere Websites gleichzeitig öffnen

Gelungen ist, dass sich alle Web-Seiten, die sich in einem gemeinsamen Lesezeichen-Ordner befinden, bei Interesse auch gleichzeitig aufrufen lassen. So ist es kein Problem, etwa alle Nachrichtenseiten in einen gemeinsamen Ordner zu zwingen, sodass sie sich morgens vor dem Start ins Arbeitsleben gleich in einem Rutsch laden lassen - zur schnellen Lektüre, was es denn Neues in der Welt gibt. Ab der Version 2.0 ist der Firefox auch dazu in der Lage, nach einem Absturz alle zuvor geöffneten Seiten wieder herzustellen - falls der Anwender die Links noch nicht gespeichert hat.

Viele Neuerungen in der Version 2.0 sind nicht so augenscheinlich, dafür aber auch sehr nützlich. Neben dem bereits bekannten Popup-Blocker gibt es nun auch einen eingebauten Phishing-Schutz. Wird der Anwender von einem Schadmodul auf eine fremde Seite entführt, weist das Programm darauf hin und bietet an, wieder zur Ausgangsseite zurückzukehren. Automatisch führt Firefox eine Liste bekannter Phishingseiten, um zu verhindern, dass diese Seiten im Browser aufgerufen werden.

Firefox 2.0

System

ab Windows 98

Autor

Mozilla Europe

Sprache

Deutsch

Preis

Freeware

Größe

ca. 5,4 MB

Mit dem Firefox kann der Benutzer auch RSS-Feeds abonnieren, eine integrierte Google-Suche verwenden, einen internen Download-Manager verwenden, Informationen zu einer besuchten Seite abrufen und hunderte von Add-ons laden, die Entwickler auf der ganzen Welt für Firefox geschrieben haben. Wer Angst davor hat, dass der Surftrip im Internet Spuren auf der eigenen Festplatte hinterlässt, kann den Browser so einstellen, dass alle Spuren automatisch beim Verlassen des Programms gelöscht werden.

Download beim Hersteller: www.mozilla-europe.org/de/

Carsten Scheibe
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