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iPad-Konkurrenz auf der CES: Die Jagd auf Apple ist eröffnet

Bisher steht das iPad nahezu konkurrenzlos da. Das soll sich ändern: Auf der High-Tech-Messe CES wollen andere Hersteller mit Touchscreen-Flachmännern für Furore sorgen. Den Reigen eröffnet Asus. Das Unternehmen hat schon einmal etablierte PC-Hersteller das Fürchten gelehrt.

Apple hat mit dem iPad einen neuen Markt geschaffen - jetzt experimentieren die anderen Hersteller fieberhaft mit eigenen Hochglanz-Flundern. 2010 haben es allerdings die wenigsten geschafft, ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt zu bringen. Das WeTab aus deutschen Landen etwa scheiterte grandios. Nun geht die zweite Welle los. Allerdings wird auch Apple nachlegen, die Gerüchte um das iPad 2 schießen schon wieder ins Kraut. Doch bis aus dem Gerücht ein fertiges Produkt wird, drängen Hersteller wie Asus in Apples iPad-Domäne vor.

Zum Auftakt der Consumer Electronics Show in Las Vegas hat der Elektronikhersteller neue Geräte vorgestellt, die das iPad herausfordern. Das Unternehmen aus Taiwan gab damit den Startschuss für einen neuen Trend. Fast alle großen Hersteller wollen an den Erfolg des iPad bei den Verbrauchern anknüpfen und haben entsprechende Geräte in der Entwicklung. Nach Schätzungen des Veranstalters wird es auf der CES (6. bis 9. Januar) weit über 80 Modelle der neuen Geräteklasse zu sehen geben.

Der neue Asus EeeSlate EP121 sei zwar ein PC, habe aber nicht mehr viel von einem herkömmlichen Computer, sagte Unternehmenschef Jonney Shih. Das Gerät hat ein 12,1 Zoll großes Multitouch-Display, lässt sich statt mit den Fingern aber auch mit einem Stift bedienen. Als Betriebssystem dient Windows 7 von Microsoft. Das Eee Slate EP121 soll besonders leistungsfähig sein, so dass sich neben dem Abspielen von Videos auch Bilder ohne Verzögerungen etwa mit Adobe Photoshop bearbeiten lassen, wie Asus in Las Vegas demonstrierte.

Als eine Lösung, die problemlos in die Tasche passt, kündigte Shih das EeePad MeMo an. Das kleine Gerät lässt sich über den Multitouch-Bildschirm ebenfalls mit einem Stift bedienen. Mit Hilfe einer "Media Note Text App" genannten Software werden auch handschriftliche Notizen erkannt. Das EeePad MeMo läuft mit Googles Betriebssystem Android, die Rechenleistung liefert ein "Snapdragon"-Prozessor von Qualcomm.

Viele Konzepte für den boomenden Markt

Mit einer Vielzahl verschiedener Design-Konzepte will auch Asus im boomenden Markt punkten, den Apple 2010 mit seinem höchst erfolgreichen iPad angestoßen hat. In Sachen Innovationskraft könne sich Asus nach Einschätzung des Firmenchefs durchaus mit Apple messen. "Wir bieten den Nutzern aber eine große Wahlmöglichkeit, die sie bei Apple nicht haben", sagte Shih.

Wer sich nicht zwischen einem Laptop und einem Tablet-PC entscheiden kann, dem will Asus mit dem EeePad Slider eine neue Hybrid-Lösung mit vollwertiger Tastatur anbieten. Bei dem Gerät, das nur 886 Gramm wiegt, ist das 10,1 Zoll große Display etwas nach vorn versetzt aufgesteckt. Mit dem EeePad Transformer schließlich will Asus den gelegentlichen Nutzer ansprechen. Das kleine Netbook hat eine abnehmbare Tastatur, Multitouch-Display und ist für Multimedia-Nutzung ausgelegt. Bei einer maximalen Batterielaufzeit von 16 Stunden sei der EeePad Transformer dennoch dünner als das iPad, sagte Shih. Je nach Typ und Ausstattung sollen die Geräte zwischen 399 und 1099 Dollar kosten und bis Juni 2011 auf den Markt kommen.

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bla/DPA / DPA
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