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Apple nach Jobs Ausscheiden: Milliarden-Gewinne nehmen Angst vor Vakuum

Nach dem Ausscheiden von Steve Jobs haben sich die Aktien-Verluste von Apple wieder erholt. Grund dafür sind Gewinn- und Umsatzsteigerungen um je 70 Prozent. Aber was passiert mit Apple auf lange Sicht, wenn Gründer Steve Jobs nicht zurückkommt?

Mit einem weiteren Rekordquartal hat der weltgrößte Technologiekonzern Apple die Anleger verblüfft und die Angst vor einem Vakuum ohne Firmengründer Steve Jobs vorerst zerstreut. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres fielen die Verkäufe in allen wichtigen Produktreihen über den Erwartungen aus. Neben dem Kassenschlager iPhone erfreute sich auch der vor weniger als einem Jahr eingeführte Tablet-PC iPad zunehmender Beliebtheit. Apple ist deswegen nach Einschätzung von Experten bestens aufgestellt, den von Jobs maßgeblich bestimmten Kurs zunächst auch ohne seine Anwesenheit erfolgreich weiterzuführen. Das Unternehmen hatte am Montag überraschend eine Auszeit des 55-Jährigen aus gesundheitlichen Gründen angekündigt, ohne Details zu nennen. Apple-Manager Tim Cook vertritt Jobs während der Abwesenheit. Apple-Aktien reagierten auf die Zahlen in der Nacht zum Mittwoch außerbörslich mit Aufschlägen von rund zwei Prozent. Damit machte das Papier die Verluste in Folge der Nachricht von Jobs' Auszeit weitgehend wett.

Bei der rund einstündigen Analystenkonferenz zum ersten Quartal, das am 25. Dezember endete, war Jobs' Verfassung kein Thema. Über seine Zukunft in der Firma wurde nicht gesprochen. Sein Gesundheitszustand steht seit Jahren immer wieder im Blickpunkt. 2009 musste er sich einer Lebertransplantation unterziehen. Vor einigen Jahren wurde bei Jobs Bauchspeicheldrüsen-Krebs diagnostiziert. Bereits zweimal übernahm deswegen Cook die Geschäfte und meisterte die Vertretung zur Zufriedenheit der Wall Street.

Im abgelaufenen Vierteljahr mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft verbuchte Apple einen Gewinn von sechs Milliarden Dollar, ein Anstieg um 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um 71 Prozent auf 26,7 Milliarden Dollar und lag wie der Gewinn deutlich über den Erwartungen der Analysten. "Ich habe ein starkes Quartal erwartet, aber dies hat selbst meine Erwartungen übertroffen", sagte David Dillon von HighMark Capital Management. Apple profitierte auch von einer boomenden Nachfrage in China.

Was passiert langfristig, wenn Jobs nicht wiederkommt?

Beim iPhone hatte Apple nach eigenen Angaben wegen der immensen Nachfrage erneut Produktionsengpässe. Das Unternehmen verkaufte im Quartal 86 Prozent mehr, nämlich 16,2 Millionen Stück. Ein Ende der Erfolgsgeschichte des iPhones ist nicht abzusehen. In Zukunft wird auch der US-Telekomkonzern Verizon iPhones vertreiben und damit vermutlich zu einem weiteren Verkaufsschub beitragen. Losgehen soll es am 10. Februar. Bislang vertreibt in den USA AT&T exklusiv das Apple-Handy. In Deutschland hat die Deutsche Telekom ebenfalls die Exklusivrechte verloren.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: Der Internetrivale Google, der am Donnerstag mit seinen Zahlen zum abgelaufenen Quartal aufwartet, hat den Marktforschern von Gartner zufolge seine Android-Software für Handys mittlerweile auf mehr Geräten untergebracht als Apple seine eigene Software iOS. Details zu diesem Thema werden mit Spannung erwartet.

Das iPad, mit dem Apple den Markt für die flachen, handlichen Tablet-PC neu erfunden hat, hat sich zu einem wichtigen Gewinnbringer entwickelt. Apple konnte im Quartal mehr als sieben Millionen davon absetzen und damit eine Million mehr als erwartet. "Die iPad-Zahlen sind gewaltig", sagte Analyst Shaw Wu von Kaufman Bros. Seitdem es das iPad gibt, haben sich auch andere Anbieter wie Samsung und Dell wieder in das zuvor als Nischenmarkt geltende Tablet-PC-Geschäft vorgewagt. Auch bei Mac-Computern setzte der Konzern aus Cupertino im kalifornischen Silicon Valley mit 4,1 Millionen 23 Prozent mehr ab.

Die Ankündigung von Apple, Jobs nehme sich eine Auszeit, hatte zunächst für große Verunsicherung an den Märkten gesorgt. Für die kommenden Jahre sehen Experten jedoch keine Gefahr. "Die Art, wie Steve denkt, seine Methodologie, sein Stilempfinden: Offengesagt, vieles davon ist in der Apple-Kultur tief verwurzelt", sagte Analyst Wu. "Die große Frage ist jedoch, was langfristig passiert", sagte Analyst Ashok Kumar. Jobs sei der Steuermann. "Nur Steve macht aus der Summe der Einzelteile ein größeres Ganzes."

Apple, eigentlich für seine zurückhaltenden Prognosen bekannt, blickt mehr als zuversichtlich auf das laufende Vierteljahr. Im zweiten Geschäftsquartal rechnet der Microsoft-Konkurrent mit einem Gewinn von 4,90 Dollar je Aktie und Erlösen von 22 Milliarden Dollar. Auch das ist mehr als Analysten erwarten. "Wir laufen auf Hochtouren und haben für dieses Jahr einige spannende Dinge in der Pipeline, inklusive dem iPhone 4 bei Verizon, dessen Kunden es kaum erwarten können, es in den Händen zu halten", erklärte Jobs in einer Mitteilung.

Gabriel Madway, Reuters / Reuters
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.