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Meinung

Erstes iOS-Gerät mit USB-C: Die größte Revolution beim iPad ist nicht das Display

Apple hat am Dienstag neue iPads vorgestellt. Die sind schneller, schlanker und haben fast keinen Rand mehr. Die eigentliche Revolution ist aber die Ladebuchse: Erstmals verbaut Apple bei einem iOS-Gerät USB-C. Das könnte Folgen für das nächste iPhone haben.

Das iPad Pro hat jetzt eine USB-C-Buchse, wodurch man externe Bildschirme anschließen kann.

Das iPad Pro hat jetzt eine USB-C-Buchse, wodurch man externe Bildschirme anschließen kann.

Was war der Aufschrei groß. Als Apple im Herbst 2012 das iPhone 5 vorstellte, drehte sich die Debatte nach kurzer Zeit nicht mehr um das Telefon an sich, sondern um die nicht einmal fingerbreite Öffnung an der Unterseite. Denn mit dem iPhone 5 schaffte Apple den damals gebräuchlichen, breiten 30-Pin-Ladestecker ab und ersetzte ihn durch die Lightning-Buchse, die man bis heute kennt.

Und obwohl der Lightning-Stecker in jeder Hinsicht überlegen war, waren viele Nutzer erzürnt. Denn sämtliches Zubehör, vom Netzteil bis zu den damals populären Docking-Stations zur Musikwiedergabe, war auf einen Schlag nicht mehr mit den neuen Geräten kompatibel. Man wollte damals nicht in der Haut eines Apple-Hotlinemitarbeiters stecken.

Apple wagt den Schritt auf USB-C

Seitdem strich Apple die Kopfhörerbuchse (was für mindestens ebenso viel Wirbel sorgte) und den Home-Button, nur an die Ladebuchse traute sich der Konzern nicht mehr heran. Jedenfalls nicht bei seinen iOS-Geräten, mit denen der Konzern den Großteil seines Umsatzes verdient.

Und so hat sich die Situation mittlerweile völlig ins Gegenteil verkehrt: Als Apple in diesem Jahr seine neuen Telefone vorstellte - das iPhone XS, XS Max und das XR, das am Freitag auf den Markt kam -, monierten einige, dass Apple immer noch auf die olle Lightningbuchse setzt.

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Der Star des Abends ist klar das neue iPad Pro

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Zurecht: Mittlerweile ist USB-C der Goldstandard der Branche. Samsung verbaut den Stecker in seinen Smartphones ebenso wie Huawei, OnePlus, Sony und Google. Nur iPhones werden noch per Strippe geladen wie 2012. Das ist insofern kurios, weil Apple mit dem Macbook im Jahr 2015 sogar einer der ersten Konzerne war, der komplett auf USB-C setzte. Dongles und Adapter inklusive. Apple nutzt den USB-C-Stecker für die eigene Technologie Thunderbolt. Die ist leistungsfähiger als der von der Industrie beschlossene Standard, über den gemeinsamen Stecker aber mit sämtlichen USB-C-Geräten kompatibel.

Türöffner für das 2019er-iPhone

Das neue iPad Pro ist nun das erste iOS-Gerät, mit dem Apple den Sprung auf USB-C wagt. Das war überfällig. Dem Profi-iPad eröffnen sich dadurch viele Möglichkeiten: So kann es direkt an einen Monitor angeschlossen werden und anderen Geräten Strom spenden. Natürlich nur, wenn man zuvor die passenden Ladestrippen erworben hat - in dieser Hinsicht bleibt sich Apple treu.

Das iPad Pro ist allein aufgrund des hohen Preises kein Gerät für die Massen. Und doch ist es als Türöffner für die nächsten iPhone-Generationen zu sehen, die im kommenden Jahr höchstwahrscheinlich ebenfalls auf USB-C umgerüstet werden. Denn dass sich Apples Telefon nur mit Hilfe von Adaptern an die brandneuen Macbooks oder iPads anschließen lässt, ist alles andere als intuitiv.

Die Tage der Lightning-Buchse dürften gezählt sein.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.