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Komfortable und klangstarke Kopfhörer für das iPhone: Die 5 besten ohrumschließenden iPhone-Kopfhörer

Günstige und noch dazu gute Kopfhörer für das iPhone zu finden ist angesichts der großen Auswahl gar nicht so einfach. Wir haben die besten Fünf zusammengestellt.

Günstige und noch dazu gute Kopfhörer für das iPhone zu finden ist angesichts der großen Auswahl gar nicht so einfach. Wir haben die besten Fünf zusammengestellt.

Für iPhone, iPad und iPod touch gibt es ein großes Angebot in Sachen Kopfhörer. Meistens sind diese auch mit einer integrierten Fernbedienung und Mikrofon ausgestattet. Bei den nachfolgenden fünf Kopfhörern wurde der Fokus aber auf den Musikgenuss gelegt, denn manchmal möchte man als Anwender einfaches Zubehör, das volle Leistung ohne jeglichen Schnickschnack bietet.

Die hier aufgelisteten Kopfhörer bieten genau das und sind nicht mit Extras ausgestattet, die den Preis in die Höhe treiben. Ein weiteres Testkriterium war der Preis, denn wer will schon hunderte von Euros für einen Kopfhörer ausgeben? Als Preisgrenze wurden rund 100 Euro angesetzt.

Wir haben außerdem fünf ohrumschließende Kopfhörer mit großen Ohrschalen ausgesucht, die selbst nach stundenlangem Tragen noch komfortabel sind.

Hier die fünf auserwählten iPhone-Kopfhörer: Neben dem JVC HA-NC250 (99 Euro) und dem Philips SHO9560/10 (99,99 Euro) wurden der Sennheiser HD 518 (109,99 Euro), der Shure SRH550DJ (89 Euro) und der Sony MDR-ZX700 (99 Euro) getestet.

Test 1 - Audioqualität: Die Qualität der Musikwiedergabe ist unser wichtigstes Testkriterium.

Gleich vorweg: Die teuersten Kopfhörer haben sich auch als die besten erwiesen und der Sennheiser HD 518 ist ohne Zweifel im Bereich Klangqualität die beste Wahl.

Die anderen getesteten Kopfhörer hinken dem von Sennheiser allerdings nicht so viel hinterher. Enttäuschend war jedoch der JVC-Kopfhörer. Anwender, die keinen direkten Vergleich haben, werden auch den JVC HA-NC250 als einen guten Kopfhörer bezeichnen, aber wenn man den JVC HA-NC250 mit den anderen Kopfhörern in diesem Test vergleicht, wird klar, dass die Leistung zu wünschen übrig lässt. Der Klang kann lediglich als matschig bezeichnet werden und unterschiedliche Frequenzen sind kaum zu unterscheiden. Auch der Bass, der anfänglich beeindruckt, wenn man "Drum and Bass" oder "Dance Music" hört, fehlt es im Großen und Ganzen an Klarheit.

Was sich auf den Musikgenuss noch schlimmer auswirkt, ist, dass der Musikwiedergabe beim JVC-Kopfhörer die Lebendigkeit fehlt. Außerdem wurde die Musik viel zu leise wiedergegeben. Allein das Einschalten der Rauschunterdrückung scheint die Lautstärke etwas anzuheben und sich positiv auf die Sättigung und dem allgemeinen Klangausdruck auszuwirken.

Der Sennheiser ist hingegen eine Wohltat für die Ohren und würde sicherlich auch bei einem Test mit doppelt so teuren Geräten gut abschneiden.

Einen kleinen Abstrich muss der Anwender jedoch auch beim Sennheiser HD 518 hinnehmen. Obwohl er ein intensives Basserlebnis bietet, wirkt er dennoch etwas gezügelt und könnte für einige Anwender nicht voll genug und satt sein. Dieses Opfer kann für den Sennheiser aber erbracht werden, denn schließlich kann über den Equalizer noch nachjustiert werden. Ansonsten ist der Sound großartig und unterschiedliche Instrumente sind klar und deutlich zu hören.

Die anderen drei Kopfhörer haben ebenfalls einen guten Klang, der aus unterschiedlichen Gründen besser als jener des JVC ist, allerdings nicht so gut wie der von Sennheiser. Der SHO9560/10 von Philips hat einen warmen und vollen Sound, der im Test allerdings bald als zu warm und zu klangvoll empfunden wurde. Bei der Wiedergabe kommt das Gefühl auf, dass die Musikstücke innerhalb der Ohrpolster rund um das Ohr hallen. Man fühlt sich, als ob man die Musik direkt aus dem Resonanzraum einer Akustikgitarre hören würde. Das ist primär nicht schlecht, trifft allerdings nicht jeden Geschmack.

Sonys MDR-ZX700 bietet einen guten Sound, wenn man sanften Klängen lauscht. Um der Farblosigkeit des Klangs anderer Kopfhörer zu entgehen, werden die Percussions sehr verstärkt wiedergegeben. Die Trommelwirbel können aber als durchaus unangenehm empfunden werden.

Der Kopfhörer von Shure bietet ebenfalls einen guten Sound und liegt zwischen dem Sennheiser und Sonys Modell. Zuerst hörte sich die Wiedergabe wie eine perfekte Balance an: frisch wie jene beim Sennheiser, allerdings wesentlich lebhafter.

Aber je länger dem Shure SRH550DJ gelauscht wurde, desto offensichtlicher wurden die Nachteile im Vergleich zum Sennheiser-Modell. Ebenfalls wie beim Sony-Kopfhörer erzeugten die verstärkten Percussions einen unangenehmen Klang. Im Allgemeinen wirkte der Klang sehr gepresst und abgeflacht. Aber trotz kleineren Abstrichen hier und da konnte letztendlich nur der JVC HA-NC250 unseren Testkriterien nicht genügen.

Test 2 - Komfort: Ohne jeden Zweifel ist der Philips-Kopfhörer SHO9560/10 der komfortabelste in dieser Runde. Nicht nur die großen Ohrschalen oder der gepolsterte Kopfbügel mit automatischer Anpassung sorgen für Tragekomfort, sondern auch die verstärkten Kabelverbindungen und das robuste Kabel, durch das ein Kabelsalat verhindert werden soll, tragen zum Komfort bei. Durch eine Kabelzugentlastung sollen Kabelbrüche verhindert werden, indem sich das Kabel schnell vom Kopfbügel trennt, sollte es sich verfangen haben.

Die Modelle von Sennheiser und Sony sind ebenfalls komfortabel zu tragen, obwohl das Sennheiser-Modell seltsamerweise mit falsch herum aufgesetzten Ohrschalen bequemer erschien. Darüber hinaus sind die Ohrschalen von Sennheisers Kopfhörer leider sehr schweißfördernd.

Der JVC fühlt sich sehr leicht und nicht griffig genug an und die großen Ohrschalen des Modells von Shure werden sicherlich nicht den Geschmack von Jedem treffen.

Test 3 - Funktionen: Der einzige Kopfhörer unserer Liste, der über eine Extrafunktion besitzt, ist das JVC-Modell. Anwender können von einer Noise-Cancelling-Funktion profitieren. Obwohl die Musik und die Lautstärke dadurch einen satten Klang erhalten, ist diese Funktion in Sachen Geräuschreduzierung nicht so gut wie erhofft.

Der HA-NC250 ist der einzige Kopfhörer in unserer Liste, der eine Tasche im Lieferumfang bietet. Die Modelle von Sennheiser und Philips haben austauschbare Kabel, sodass diese bei Kabelbruch ersetzt werden können.

In Sonys Kopfhörer-Paket ist zudem ein Verlängerungskabel enthalten. Der 3,5 mm auf 6,3 mm Schraubadapter ist vor allem für jene Anwender ein großer Vorteil, die den Kopfhörer auch zum professionellen Auflegen verwenden möchten. Außerdem lassen sich die Ohrschalen um 90 drehen.

Fazit: Der Gewinner unseres Tests ist der Sennheiser HD 518 für 109,99 Euro.

Die Funktionen des JVC NA-NC250 wie die Geräuschreduzierung, eine Transporttasche und ein günstiger Preis, schauen zwar auf dem Papier gut aus, doch dieser Kopfhörer kann mit den anderen im Test nicht mithalten. Bei der wirklich entscheidenden Funktion - der Musikwiedergabe - steht er den anderen Modellen weit nach.

Das Sennheiser-Modell bietet einfach einen besseren Sound als die anderen Kopfhörer. Der Klang ist warm und satt, ohne dass auf Klarheit und Fülle verzichtet werden muss.

Der Sennheiser HD 518 ist zwar der teuerste Kopfhörer in unserer Liste und verglichen mit dem Shure-Kopfhörer, der für 89 Euro erhältlich ist, kostspieliger, aber er ist seinen Preis wert. Wer dennoch nach einer Budgetvariante sucht, kann sich durchaus für das Modell von Shure entscheiden.

Obwohl der HD 518 der beste Kopfhörer unter den fünf getesteten ist, wird er vom Philips-Modell beim Komfort geschlagen. Der Sound des Philips SHO9560/10 ist zwar etwas dumpf und dröhnend, aber er ist superbequem zu tragen.

Auch das mit Stoff umhüllte Kabel ist im Gegensatz zu herkömmlichen Plastikkabeln eine willkommene Abwechslung. Wenn das Herz entscheiden sollte, würde es wohl den Kopfhörer von Philips wählen - der Kopf sagt allerdings Sennheiser.

TechRadar / Tech Radar