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Laptoptaschen: Alles so schön bunt hier

Wuchtige schwarze Behältnisse aus schwarzem Kunstleder mit Schichtarbeiter-Flair: Früher hätten in Taschen für Notebooks auch Thermoskanne und Brotdose noch locker Platz gefunden. Damit ist jetzt Schluss.

Mittlerweile kommen die Hersteller dem Wunsch nach einem ansprechenden Design nach: Bunt und deutlich schlanker als ihre Vorgänger kommen moderne Laptop-Transporter daher. Beim Kauf sollte jedoch nicht nur auf die Optik geachtet werden. "Wichtig ist ein festes, strapazierfähiges Material", sagt Constanze Beier von "taschenkaufhaus.de", einem Online-Händler mit Sitz in Leipzig. Am besten eigne sich sogenanntes Hardsleeve, eine Laptop-Panzerung aus festem Nylon. "Da kann nichts einreißen, da wird nichts verbogen", erklärt Beier. Beliebt seien bei den Kunden weiterhin auch Taschen aus Leder.

Doppelter Boden ist wichtig

Christian Eberhardt, Inhaber des Geschäftes tausche in Stuttgart, schwört hingegen auf Lkw-Plane - daraus sind die Taschen gefertigt, die er verkauft: "Das Polyestergewebe ist robust und stoßfest." Zudem sei das Material aus der festen Plane wasserdicht. Damit das Notebook in der Tasche gut geschützt ist, sollte diese innen mit einem weichen Material gepolstert sein. "Eine Schutzschicht aus Fleece ist empfehlenswert", sagt Beier. Wie dick die Polsterung ausfällt, hängt vom jeweiligen Hersteller ab. Zu einem doppelten Boden rät Sandra Strauß von The Tumi Store in Hamburg: "Da ist das Notebook auch von unten gegen Feuchtigkeit und Stöße geschützt."

Je nachdem, ob sich der Kunde für eine Umhängetasche oder einen Rucksack entscheidet, gibt es auch unterschiedliche Ausführungen von Trennfächern. Da gibt es extra Abteile für Ordner, Notebookzubehör und Stifte - mit Reißverschluss oder ohne. Fächer zum Entnehmen machen die Tasche oder den Rucksack auch für andere Zwecke nutzbar. Sinnvoll ist auch ein stabiler Tragegurt für die Notebooktasche. "Zudem sollte die Verankerung an den Seiten stark sein, damit auch ein schweres Gerät transportiert werden kann", rät Sandra Strauß. Geachtet werden sollte auch auf ein Schulterpolster am Gurt, damit dieser während des Tragens nicht drückt und rutscht.

Farbenfrohe Produkte sind im Trend

Wichtig ist, dass der Laptop gut in die Tasche passt. Für die unterschiedlichen Zollgrößen der Rechner gibt es entsprechende Taschen - in Hoch- und Querformat. "Das Notebook soll nicht in der Tasche hin und her rutschen, es darf aber auch nicht zu eng liegen, so dass man nicht einmal den Reißverschluss zubekommt", erläutert Sandra Strauß. Ob für die Uni oder fürs Büro: Laptoptaschen in auffällig knalligen Farben und Motiven sind gefragt. "Die grauen Taschen sind doch langweilig", sagt Christian Eberhardt. "Farbenfrohe, schmissige Produkte sind im Trend." Beliebt sind auch wandelbare Modelle. So gibt es Taschen, deren Deckel vom Korpus per Reißverschluss abgenommen und gegen einen anderen Deckel ausgetauscht werden können. Wer heute Lust auf einen grünen Filzdeckel hat, kann ihn am nächsten Tag gegen einen geblümten satinähnlichen Stoffdeckel auswechseln.

Eine einfache Schutzhülle aus Neopren ist zwar keine klassische Notebooktasche, sie verfolgt aber einen ähnlichen Zweck: Sie soll das Gerät vor Kratzern und Schmutz schützen. "Gerade für Studenten ist das hilfreich, weil sie keine große Tasche mit in die Bibliothek nehmen müssen", sagt Beier. Zudem ist eine Schutzhülle preiswerter als eine Tasche. Während eine einfache Neoprenhülle ab rund 15 Euro zu haben ist, muss der Nutzer für Notebooktaschen tiefer in den Geldbeutel greifen.

Stefanie Zenke, dpa / DPA
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