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MOVIEJACK: DVD rein, CD-ROM raus

Programm: MovieJack

System: Windows 95/98/ME/NT/2000

Autor: S.A.D.

Preis/Sprache: 39,99 Euro/Deutsch

Dateigröße: 7743 KB

Eine Audio-CD oder eine CD-ROM lässt sich leicht in jedem normalen Brenner kopieren. Privatanwender nutzen diese Option, um Sicherheitskopien von Silberscheiben anzulegen, die etwa im Auto, auf Parties oder in Kinderhand schnell verschleißen. Die Besitzer einer DVD schauten bislang in die Röhre. Mit »MovieJack« können sie nun ebenfalls eine Kopie ihrer Filme auf CD anlegen.

Bisher war DVD-Brennen sehr kompliziert

Da DVD-Brenner und entsprechende Medien noch immer recht teuer sind, suchen viele PC-Anwender nach einer anderen Möglichkeit, um Sicherheitskopien einer DVD anzulegen. Am besten auf CD-ROM, da diese Rohlinge bereits für eine Mark zu haben sind. Zahlreiche Freeware-Tools aus der Hacker-Szene mussten bislang nacheinander zum Einsatz kommen, um einen DVD-Film auf die Festplatte zu rippen, ihn im DivX-Verfahren zu komprimieren und dann wieder mit dem separat bearbeiteten Sound zu kombinieren. Das Ergebnis konnte nach langen Stunden auf eine CD-ROM gebrannt werden – viel zu mühselig für die Allgemeinheit.

Alle Arbeitsschritte zusammengefasst

Die Firma S.A.D. (bekannt durch den »HandyTuner«) legt mit dem »MovieJack« nun eine anwenderfreundliche Alternative vor. Das Programm erledigt alle Arbeitsschritte in der virtuellen Blackbox und macht aus einer DVD eine Video-CD. Damit das funktioniert, benötigt der Anwender einen schnellen Rechner, ein DVD-Laufwerk, einen CD-Brenner und eine Festplatte mit etwa zwei Gigabyte Speicherplatz.

Braucht wenig Plattenplatz

Das Tool wandelt den selektierten DVD-Film bereits beim Rippen auf die Festplatte in Video-CD-kompatible Daten um. Die sind schon stark komprimiert und weisen eine Qualität »besser als VHS« auf. Die Echtzeit-Umwandlung der Daten ist ein enormer Vorteil: Die einzige Konkurrenz zu »MovieJack« nennt sich »DAviDeo«. Da muss der ganze Film vor der Komprimierung erst 1:1 auf die Festplatte übernommen werden und belegt hier bis zu acht Gigabyte. Wer eine solch große Partition nicht vorweisen kann, schaut in die Röhre. »MovieJack« geht sogar noch einen Schritt weiter: Der umgewandelte Film kann automatisch gleich auf eine CD gebrannt werden. Die liegt im Video-CD-Format vor und wird demnach von Video-CD- und vielen DVD-Playern problemlos abgespielt.

Einer gerippten DVD fehlt einiges

Eines muss klar sein: Das Programm übernimmt nur einen einzelnen Filmbeitrag mit einer ausgewählten Sprache und einer bestimmten Untertitellage auf die Video-CD. Das interaktive DVD-Menü, die übrigen Sprachoptionen und auch die Specials bleiben bei diesem Schritt auf der Strecke. Wer sein Glück trotzdem versuchen möchte, startet die Demo. Sie ist 30 Tage lang einsatzbereit und rippt einen Film mit maximal acht Minuten Länge.

Carsten Scheibe

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