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37-Jähriger flippt aus Nach monatelangem Frust: Mann erschießt PC mit acht Schüssen

Monatelang ärgerte sich ein Amerikaner mit seinem alten PC herum. Als die Schrottkiste mal wieder zickte, machte er kurzen Prozess: Er erschoss ihn acht Mal mit der Pistole. Der Ausraster hat Folgen.

Lange Ladezeiten, immer wieder spontane Abstürze und dann auch noch diese ewig nervende Sanduhr: So ein Rechner kann einen schnell zur Weißglut bringen. Doch während die meisten Menschen nur wütend auf der Tastatur herumhämmern, wenn wieder einmal gar nichts geht, flippte ein 37-jähriger Amerikaner aus Colorado vor kurzem völlig aus: Nach einem Bluescreen erschoss er seinen Computer mit einer Handfeuerwaffe. Acht Mal.

"Mann tötet seinen Computer"

Im Polizeibericht mit dem Titel "Mann tötet seinen Computer" vom 20. April heißt es, dass Nachbarn des 37-Jährigen an einem Montag gegen 19 Uhr Schüsse hörten und das Gefecht bei der nächsten Polizeiwache meldeten. Als die Gesetzeshüter schließlich das Appartment von Lucas Hinch erreichten, staunten sie nicht schlecht: Der Mann hatte seinen Dell-Desktop-Computer nach draußen geschleppt und mit seiner Pistole mehrfach darauf geschossen. Ein Foto der Polizei zeigt das weiße Gehäuse des PCs, das mit acht Einschusslöchern durchsiebt ist.

Er habe monatelang Probleme mit seinem Rechner gehabt, erklärte Hinch den Cops. Deshalb habe er den Computer in die Gasse hinter seinem Haus geschleppt und ihn dort mit einer Waffe zerstört. In dem Polizeibericht heißt es in schönster Behördensprache, der Rechner sei nun "effektiv unbrauchbar".

Jetzt wartet eine Geldstrafe

So verständlich die Reaktion für viele ist - der Vorfall hat für den 37-Jährigen Folgen. Hinch muss sich wegen Schusswaffengebrauchs innerhalb der Stadtgrenzen verantworten. "Er dachte, es sei okay, weil er in einem US-Bundesstaat lebt, in dem man Waffen sichtbar tragen darf", sagte eine Polizeisprecherin gegenüber dem US-Nachrichtensender NBC. Doch das sei nicht der Fall, solange man nicht ein Leben oder seinen Besitz schützt. Vermutlich erwartet den Schützen nun ein Bußgeld für seinen Wild-West-Einsatz im besten Dirty-Harry-Stil.

cf

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