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Personalsoftware: Computer steuert Mensch

Durch schlecht abgestimmte Dienstpläne oder Leerzeiten entstehen vielen Firmen große Schäden. Computergestützte Personalverwaltung kann Abhilfe schaffen.

«Abteilung Personalwesen» hieß es früher in deutschen Firmen. Der Name roch nach nassem Linoleumfußboden und staubigem Papier und klang nach lautem Schreibmaschinen-Hämmern. Heute haben viele Unternehmen ihre Personalabteilungen modernisiert und in «Human Resources Management» umbenannt, kurz HRM. Trotzdem ist das Personal-Management in vielen Firmen noch immer eine Schwachstelle. Durch schlecht abgestimmte Dienstpläne oder Leerzeiten entstehen den Firmen Schätzungen zufolge Millionenschäden. Um die wachsenden Möglichkeiten der computergestützten Personalverwaltung aufzuzeigen, wird HRM in diesem Jahr erstmals zu einem Schwerpunkt auf der weltgrößten Computermesse CeBIT (12. bis 19. März in Hannover).

40 unproduktive Tage

Mehr als 40 Tage im Jahr verbringt jeder Arbeitnehmer laut einer Studie des Londoner Marktforschungs-Instituts Proudfoot Consult wegen HRM-Problemen völlig unproduktiv. Das koste eine Firma mit einer Milliarde Euro Umsatz pro Jahr rund 40 Millionen Euro extra. Viele Firmen versuchen bereits, ihr Personalmanagement durch IT-gestützte Anwendungen zu optimieren. Auf der CeBIT wollen IT-Experten und Unternehmensberater über Möglichkeiten informieren, wie die Personalarbeit weiter verbessert werden kann.

Beispiel: Klinikum Ingolstadt

Einer, der dort auftreten könnte, ist Eckart Günther, Chef des Klinikums Ingolstadt. Sein Krankenhaus hat nach eigenen Angaben durch die Umrüstung auf IT-gestützte Personalarbeit kostenneutral 28 neue Ärzte einstellen können. Das zusätzliche Personal habe die Auslastung des Hospitals auf 99 Prozent verbessert.

Das Herzstück des Systems ist eine Software, die «sieht», wie viel Arbeit wirklich anfällt. Anhand der Zahl der anwesenden Mitarbeiter, die sich per Chipkarte ein- und ausloggen, sowie der Patientenkartei und Informationen, die die Stationen eingeben. Da die Software zudem die verschiedenen Arbeitszeitmodelle von Gleitzeit bis Schichtbetrieb kennt, teilt sie die Einsatzzeit der Mitarbeiter ein. «So verringern wir Leerlauf und unnötige Kosten», erklärt die stellvertretende Personalleiterin Sabine Brückner, «und haben in den Stoßzeiten mehr Mitarbeiter zur Verfügung.»

Kosten spart es auch, dass das Programm Lohnabrechnungen selbst erstellt sowie Überstunden und Urlaubszeiten verwaltet. Außerdem meldet das IT-System per Alarmton, wenn ein Mitarbeiter länger als zehn Stunden im Dienst ist.

Beispiel: BMW

Beim Münchner Autobauer BMW wird betont, dass bei den IT-Lösungen im Personalwesen vor allem auf Qualitätsverbesserungen im Vordergrund stünden. «Einsparungen wollen wir damit nicht realisieren», sagt eine Sprecherin. Die Philosophie der BMW-Personalabteilung seien «Beratungsgespräche statt Büroarbeit». Indem Dienstzeiten, Weiterbildung und Abrechnungen vom Computer gemanagt würden, bliebe mehr Zeit für Mitarbeiterbetreuung. «Die größte Herausforderung dabei ist es, ein IT-System aufzubauen, dass alle BMW-Werke weltweit umspannt.»

Beispiel: Audi

Auch der Ingolstädter Konkurrent Audi will seine Personalsysteme international ausbauen. So soll eine Multifunktionskarte für alle Mitarbeiter, die neben Dienstzeiten und Überstunden auch das Guthaben für die Kantine speichert, im ungarischen Werk die Essenspreise automatisch aus der Landeswährung Forint in Euro umrechnen.

Beispiel: Allianz

Die Versicherung Allianz will mit ihrem IT-Personalmanagement die Mitarbeiter selbstständiger machen. «Wir setzen auf das Intranet», sagt eine Sprecherin. Jeder Angestellte kann dort selbst Seminare und Urlaubszeiten buchen sowie sein Zeitkonto mit Überstunden und Resturlaub abrufen. Das erspart der Personalabteilung das ständigeVersenden von Benachrichtigungen. Konkrete Einsparungen will die Allianz nicht nennen. «Wir können die Personalverwaltung gar nicht mehr komplett manuell machen», so die Sprecherin. «Das ist Vergangenheit.»

Timm Rotter / DPA
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.