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Security Task Manager: Der Prozess-Spion legt los!

Manchmal ackert und rackert Windows minutenlang auf der Festplatte herum. Als Anwender kann man förmlich hören, wie zahllose unsichtbare Programme im Hintergrund aktiv sind und Prozessorleistung blockieren. Der Security Task Manager zeigt mit dem Finger auf sie.

Der Task Manager von Windows ist von Hause aus nicht besonders aktiv. Er nennt ein paar aktive Programme und verrät darüber hinaus auch die Namen der laufenden Prozesse - ohne allerdings weiterführende Informationen anzubieten. So ist es kaum möglich, in Eigenregie nach einem Trojanischen Pferd, einem Keylogger oder einem anderen Schadprogramm zu suchen, das Windows mit seinen Aktivitäten spürbar in die Knie zwingt.

Prozesse werden sichtbar gemacht

Anders sieht das beim Security Task Manager aus. Dieser spezielle Taskmanager findet eine unglaublich große Zahl an aktiven Prozessen, die zum Teil völlig unsichtbar im Hintergrund von Windows ablaufen. Passend zu jedem Eintrag nennt das Programm den Namen der Software, eine Beschreibung, die Startzeit, den Dateipfad, den Typ und den Hersteller. Auch die aktuelle CPU-Belastung und die RAM-Benutzung in Prozent und Megabyte werden mit angezeigt.

Security Task Manager 1.7

System:

ab Windows 98

Autor:

Neuber Software

Sprache:

Deutsch

Preis:

29 Euro

Größe:

ca. 1,2 MB

Wichtiger als diese Fakten ist allerdings die sicherheitsrelevante Einschätzung eines jeden Tasks, die über eine rote Balkengrafik sichtbar gemacht wird. Die Tasks, die das Programm als bedenklich einstuft, werden ganz oben in der eigenen Tabelle gelistet und erhalten einen besonders breiten Balken. Diese Einschätzung muss nicht zwangsläufig heißen, dass eine Software auch wirklich "böse" ist. Manchmal reicht es völlig aus, dass sie Funktionen wie eine Tastaturaufzeichnung oder eine Browser-Manipulation umsetzt, um einen dicken roten Balken zu erhalten.

Datei in Quarantäne

Dank der zahlreichen Informationen, die das Programm anreicht, gelingt aber schnell die Einschätzung, ob ein laufender Prozess in Ordnung ist oder nicht. Vor allem das Fenster "Eigenschaften" ist hier eine große Hilfe, da es ganz genau verrät, was ein Prozess anrichten kann. Findet der Security Task Manager ein bösartiges Programm, so muss es gelöscht oder auf andere Weise entfernt werden. Der Security Task Manager kann in diesem Fall sogar selbst aktiv werden, um einen Prozess zu beenden, die Datei in Quarantäne zu stellen oder die Deinstallation einer Software anzuordnen.

Wichtig ist, dass der Anwender nicht in Panik gerät und alles aus dem Speicher killt, was ihm gerade nicht geheuer vorkommt. Denn ist einmal ein wichtiger Systemprozess dabei, so kann dies durchaus das Ende der aktuellen Windows-Session bedeuten. Der nächste Absturz lauert in diesem Fall gleich hinter der nächsten Ecke.

Download beim Hersteller: www.neuber.com

Carsten Scheibe
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