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Shopping in den USA: Lohnt sich der iPad-Import?

USA-Besucher freuen sich beim Einkaufen über den günstigen Dollarkurs. So kostet das kleine iPad in Deutschland 499 Euro, in den Vereinigten Staaten umgerechnet aber nur knapp über 400 Euro. Sollte man also zuschlagen? stern.de hat nachgerechnet.

Von Gerd Blank

Auf Reisen kauft man gerne ein, besonders wenn es sich um vermeintliche Schnäppchen handelt. Bei USA-Besuchern stehen besonders elektronische Geräte wie iPods, Kameras oder ganz aktuell iPads hoch im Kurs. Wer in Deutschland das iPad von Apple kaufen möchte, muss dafür mindestens 499 Euro bezahlen. Soll es die am besten ausgestattete Version sein, sind sogar 799 Euro fällig. Ein Blick in die USA macht Hoffnung, denn dort gibt es das iPad in der kleinsten Ausführung für 499 Dollar. Bei einem Umrechnungskurs von 1:1,22 entspricht das rund 407 Euro, also 92 Euro Ersparnis.

Die meisten Gadgets lassen sich auch in Deutschland ohne Probleme nutzen, lediglich die Stromzufuhr muss den hiesigen 220-Volt-Verhältnissen angepasst werden. Notebooks sind durch ihre US-Tastatur für deutsche Nutzer wenig interessant. Aber da Finger sich weg von der Taste und hin zum Touchscreen-Display bewegen, sind Hightech-Produkte der neusten Generation international einsetzbar. Die Bediensprache lässt sich auf Deutsch stellen, und deutsprachige Anleitungen gibt es im Internet. Da ist die Verlockung natürlich groß, sich das Gerät direkt nach Deutschland schicken zu lassen oder es auf einer Reise vor Ort zu kaufen. Doch Vorsicht: Vermeintlich günstige Spontankäufe können sich als teurer Spaß entpuppen. Neben dem Verkaufspreis schlagen Steuern, Zölle und möglicherweise Versandgebühren zu Buche.

Gebühren, Steuern, Abgaben

In den USA wird üblicherweise auf den angezeigten Verkaufspreis noch eine Mehrwertsteuer erhoben, deren Höhe in den einzelnen Bundesstaaten variiert. Wer seinen Wohnsitz in den USA hat, konnte eine Weile davon profitieren, dass Onlineversender wie Amazon die bestellten Waren teilweise ohne Mehrwertsteuer verkauft haben. In einigen Bundesstaaten werden sieben bis acht Prozent draufgeschlagen, es gibt Städte wie New York City, die zusätzlich noch eine City Tax verlangen. Andere Staaten wiederum, wie beispielsweise Louisiana, erstatten den Touristen die Mehrwertsteuer für ihre Einkäufe bei der Ausreise. Um die Rechnung zu vereinfachen, kann man von durchschnittlich zehn Prozent Steuern ausgehen. Bei dem kleinsten iPad zu rund 500 Dollar sind das dann 50 Dollar Steuern, zusammen also umgerechnet etwa 445 Euro. Damit ist das Gerät aber noch nicht in Deutschland.

Wer vom Zoll beim Schmuggel von Waren erwischt werden, muss mit saftigen Strafen rechnen. Also lieber die Einkäufe anmelden, auch wenn dafür Abgaben fällig werden. Für die Einkäufe von USA-Reisenden gilt beim deutschen Zoll eine Freigrenze von 430 Euro. Das genügt für einen iPod und ein paar Jeans, aber beim iPad wird es kritisch. Wurden mehr als 430 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) für das Gerät ausgegeben, müssen in der Regel Abgaben in Höhe von 17,5 Prozent entrichtet werden. Im obigen iPad-Beispiel wären das rund 80 Euro an zusätzlichen Abgaben. Insgesamt wüdre das Gerät damit 525 Euro kosten - mehr, als die deutsche Version. Und ein deutsches Netzteil wäre noch nicht mit dabei und müsste hinzu gekauft werden. Auch der Versand nach Deutschland rechnet sich übrigens nicht, denn hier beträgt die Freigrenze lediglich 45 Euro. Die Abgabe wird also in jedem Fall fällig, zumal der Zoll hier auch die Versandkosten mit einrechnet.

Garantie?

Wird ein hochpreisiges Produkt gleichzeitig in den USA und Deutschland veröffentlicht, lohnt es sich trotz gutem Wechselkurs häufig nicht, diese in den Vereinigten Staaten zu shoppen. Ein weiterer Nachteil beim Kauf von elektronischen Artikeln im Ausland sind die unklaren Garantiebestimmungen. Hat man sich dennoch ein technisches Gerät in den USA gekauft, sollte lieber nichts kaputt gehen.

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