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Phänomen Pokemon: Warum Pikachu seit 15 Jahren nicht aufzuhalten ist

Sie sind knuffig, bunt, aber auch wild und gefährlich: Pokemon erobern seit mehr als einem Jahrzehnt die Herzen von Millionen Fans. Was steckt hinter dem Hype um die Mini-Monster?

Von Dominik Brück

Nicht aufzuhalten: Pokemon sind seit mehr als zehn Jahren auf dem Vormarsch.

Nicht aufzuhalten: Pokemon sind seit mehr als zehn Jahren auf dem Vormarsch.

Ein Hype, der nie wirklich zu Ende gegangen ist: Pokemon. Die bunten Monster aus Japan sind auch 15 Jahre, nachdem sie zum ersten Mal über die Bildschirme flimmerten, auf der ganzen Welt beliebt. 17 Staffeln der Anime-Serie, ebenso viele Filme und unzählige Merchandise-Produkte machen die Marke mit ihren Milliardenumsätzen zur beispiellosen Erfolgsgeschichte. Unschlagbar bleiben jedoch die Video- und Kartenspiele, bei denen es darum geht möglichst viele Pokemon zu sammeln und im Kampf gegeneinander antreten zu lassen. Kein vergleichbares Format hat es über einen derart langen Zeitraum geschafft so viele Fans zu begeistern.

"Pokemon ist immer noch eines der populärsten Spiele weltweit, das von Menschen aller Altersgruppen gespielt wird", sagt eine Vertreterin des Pokemon-Konzerns. Mit den Videospielen "Alpha Saphir" und "Omega Rubin" hat das Unternehmen Ende November den nächsten Coup für den #link;hhttp://www.stern.de/digital/spiele/nintendo-3ds-der-letzte-seiner-art-1667194.html;Nintendo 3DS# herausgebracht. Allein in den USA verkauften sich die Titel am Startwochenende mehr als 1,5 Millionen mal. Dabei zählen nicht nur Kinder und Jugendliche zu den Liebhabern der Knuddelmonster - viele sind mit den Pokemon aufgewachsen und ihnen bis heute treu geblieben.

Mit Freunden zocken ist fast Pflicht

Ein Fan der ersten Stunde ist Grit aus Hamburg. Die 25-Jährige sah 1999 zufällig eine Folge der Anime-Serie im Fernsehen und war sofort von der Idee des Sammelns und Tauschens begeistert. "Mein allererstes Gameboy-Spiel war dann Pokemon Blau, mit dem ich die Pokemon Liga bestimmt 30 mal besiegt habe. Heute habe ich immer noch den alten Spielstand von damals. Alle weiteren Editionen habe ich auch mehrfach gespielt", erzählt Grit. Damals war neben der Begeisterung für ihr Lieblingspokemon Starmie besonders das Zusammenspielen mit Freunden ein Grund, die Videospiele immer wieder zu zocken.

"Ein Haken war damals, dass sich bestimmte Pokemon nur durch Tausch weiterentwickeln, das machte das Spielen mit anderen natürlich noch attraktiver", sagt Grit. Das ist eins der Geheimnisse des Pokemon-Erfolges: Die Spiele sind so aufgebaut, dass Zocken mit Freunden fast schon zur Pflicht wird. Auf diesem Weg werden auch heute noch neue Fans für die Marke gewonnen. "In Anbetracht des Erscheinens des neuen Spiels versuche ich gerade einen Freund zu begeistern, der die Spiele bisher gar nicht kennt", erklärt Grit.

Das Trading Card Game: Seltene Karten kosten mehr als 30 Euro.

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Dank Pokemon nach Hawaii

Marco Häder aus Bückeburg ist erst relativ spät zum Pokemon-Fan geworden und hat die Knuddelmonster erst als erwachsener Mann kennengelernt - dafür ist seine ganze Familie im Sammelfieber und hat in dem Sammelkartenspiel mit den Mini-Monstern ihre Leidenschaft gefunden. 2009 waren er und seine Frau auf eine DVD-Reihe der Zeichentrick-Serie aufmerksam geworden, da ihr Sohn von den Figuren fasziniert war. "Zu den DVDs gab es einige Spielkarten, so hat die Sammelleidenschaft angefangen", erzählt Häder. Beim reinen Sammeln der Karten blieb es nicht: Häder und seine Familie begannen, regelmäßig an Turnieren teilzunehmen, auf denen sie auch andere leidenschaftliche Kartenspieler kennenlernten. Mittlerweile sind gemeinschaftliche Spielerunden fester Teil der Freizeitgestaltung. Wo andere in seinem Alter beim Doppelkopf auf das beste Blatt warten, attackieren bei den Häders Pokemon mit Donnerblitzen und Aquaknarren ihre Gegner.

Im Prinzip ist das Kartenspiel eine reale Variante der virtuellen Kämpfe. Mit getauschten und gekauften Kartendecks muss man die durch Karten symbolisierten Pokemon des Gegners besiegen. Bei weitem kein Nerd-Hobby: "Mir gefällt, dass das Spiel sehr strategisch ist. Die Kinder haben eher eine starke Bindung zu den Figuren, die sie auch aus dem Fernsehen und den Videospielen kennen", sagt Häder. Das Hobby führt die Familie bis in die USA: Ein Highlight für Häder ist der zweite Platz des ältesten Sohnes Sebastian bei den deutschen Meisterschaften, der ihn berechtigte, an der Weltmeisterschaft in Hawaii teilzunehmen. Vater Marco begleitete ihn in die USA - auf Kosten des Pokemon-Konzerns. "Von dieser Reise zehren wir noch heute", schwärmt Häder. Dass Sebastian am Ende einen der hinteren Plätze belegte, trübt das Erlebnis nicht.

"Die Essenz ist die gleiche geblieben"

Beim Pokemon-Konzern setzt man auch auf neue Produkte, um den Erfolgskurs weiter fortzuführen. Für die digitale Version des Kartenspiels für iOS und PC bereitet man derzeit das Ende der Beta-Phase vor. Hier gibt es die Möglichkeit, den Code der realen Karten einzugeben und diese so auch online nutzen zu können. Eine Android-Version ist ebenfalls geplant. Nach dem Erfolg der Videospiele und über 21,5 Milliarden verkauften Spielkarten will das Unternehmen so die Popularität von Pokemon erhalten.

Am Grundkonzept des Mega-Erfolges werden die Monster-Macher in Zukunft aber sicher nicht rütteln: Ansprechende Figuren, strategische Tiefe der Spiele und das Teilen der Sammelleidenschaft mit Freunden bleiben das Geheimnis des andauernden Poke-Hypes. "Wir haben uns in den vergangenen Jahren nur wenig verändert, die Essenz ist immer die gleiche geblieben", sagt eine Sprecherin des Unternehmens. So werden die Pokemon-Erfinder auch in Zukunft versuchen, mit dem bewährten Konzept alte Fans bei Laune zu halten und neue Zielgruppen zu gewinnen. Frei nach dem Pokemon-Motto: Schnapp sie dir alle!

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.