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Für Sony brechen neue Zeiten an: Sony sagt "Tschüss" zu CEO und Active-Shutter-Technologie

Es stehen einige Veränderungen im Hause Sony an. Der Konzern wechselt nicht nur seinen CEO aus, sondern auch die 3D-Technologie bei seinen TV-Geräten, um wieder Gewinne mit der gebeutelten TV-Sparte zu erzielen.

Es stehen einige Veränderungen im Hause Sony an. Der Konzern wechselt nicht nur seinen CEO aus, sondern auch die 3D-Technologie bei seinen TV-Geräten, um wieder Gewinne mit der gebeutelten TV-Sparte zu erzielen.

Die englischsprachige Nachrichtenseite "The Korea Times" berichtet, dass Sony von der bisher verwendeten Active-Shutter-Technologie zur passiven FPR-Methode (Film Pattern Retarder) wechseln möchte. Nachdem die Partnerschaft mit Samsung Ende vergangenen Jahres aufgelöst wurde, ruhen Sonys Hoffnungen nun auf LG. Der Konzern soll Sony in Zukunft mit den 3D-Panels versorgen.

Sollten sich die Berichte bestätigen, wäre das ein großer Schritt für Sony. Denn bisher hatte der Konzern, wie auch Samsung und Panasonic, die Zukunft von 3D-TV-Geräten mit der Active-Shutter-Technologie verbunden gesehen.

Eine Quelle bei LG bestätigte indirekt die Berichte: "Bedenkt man Sonys aggressive Outsourcing-Politik hinsichtlich Flachbildfernsehern, wird LG wahrscheinlich mehr Bestellungen erhalten. LG ist der bessere Partner für Produktbindung, pünktliche Lieferung und faire Preise als taiwanische Belieferer."

LG liefert bereits 3D-Panels für Philips, Toshiba und Vizio. Sollte jetzt noch Sony zum Kundenstamm hinzukommen, könnte das der Beginn vom Ende für die Active-Shutter-Technologie sein, denn nur noch Samsung und Panasonic würden Fernseher mit dieser 3D-Methode herstellen.

Jedoch hat Sony sich erst kürzlich, gemeinsam mit Samsung und Panasonic, zur Standardisierung von Full-HD-3D-Brillen verpflichtet. Sonys aktuellste Cinema-TV-Reihe ist noch mit Active Shutter ausgestattet. Allerdings steht der Konzern herben Verlusten in der TV-Sparte entgegen und muss Kosten sparen. Deshalb wäre die Entscheidung zu FPR nicht allzu abwegig. Denn bei FPR halbiert sich die Pixelanzahl im Gegensatz zur Active-Shutter-Technologie für jedes Auge, sodass die Herstellung günstiger ist. LG behauptet jedoch, dass das der Qualität keinen Abbruch tun wird.

Neben den Änderungen in der TV-Sparte hat sich Sony zu einem noch wichtigeren Schritt hinsichtlich der Führung des Konzerns entschieden.

Sony hat angekündigt, dass der bisherige CEO Howard Stringer ab dem ersten April von Kazuo Hirai abgelöst wird. Der bisherige Vizepräsident wird neben seiner Rolle als CEO auch zum Präsident von Sony berufen werden, während Stringer seinen Sitz im Vorstandsgremium behält.

Die Entscheidung kommt nicht allzu überraschend, da Sony bereits seit einiger Zeit versucht, seinen Platz in der wettbewerbsstarken Branche zu finden. Mit den Verlusten der TV-Sparte, dem enttäuschenden Abschneiden der Sony-Tablets sowie der erst 2013 zu erwartenden PS4 und der Investition im Mobilfunkbereich (durch den Auskauf von Ericsson) hat es Sony momentan nicht leicht, seinen Platz zu finden.

Der charismatische Hirai hat sich bereits mit der Modernisierung der PlayStation-Plattform verdient gemacht und Sony scheint großes Vertrauen in die Fähigkeiten des Japaners zu haben. Howard Stringer dazu: "Es war mir eine Ehre, Hirai dem Vorstand als meinen Nachfolger für die Position als Präsident und CEO von Sony zu empfehlen."

TechRadar / Tech Radar