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Smarthome Neuer Homepod vorgestellt: Apples smarter Lautsprecher macht jetzt auch die Heizung an

Der neue Homepod koppelt sich unkompliziert mit anderen Apple-Geräten
Der neue Homepod koppelt sich unkompliziert mit anderen Apple-Geräten
© Apple
Mit der ersten Generation des Homepod setzte Apple neue Maßstäbe bei smarten Lautsprechern. Nach Jahren des Wartens hat der Konzern nun den Nachfolger vorgestellt. Und der bringt einige clevere neue Ideen mit.

Als Apple 2018 seinen ersten smarten Lautsprecher auf den Markt brachte, war der Hype um Alexa und Co. gerade auf dem Höhepunkt. Trotzdem stach Apples Homepod aus der Masse heraus: Er war schicker, klang besser - und kostete ein Vielfaches der Konkurrenten. Nachdem das große Modell vor zwei Jahren eingestellt wurde, hat der Konzern nun überraschend einen Nachfolger vorgestellt.

Der Homepod der zweiten Generation unterscheidet sich optisch kaum vom Vorgänger. Der abgerundete Korpus ist wie beim letzten Modell von einem schicken Mesh-Netz ummantelt, oben prangt eine große digitale Anzeige. Wichtigste optische Änderung: Statt in Spacegrau ist das dunkle Modell nun in Apples blaustichigen Schwarz-Ton Midnight gehalten, der auch iPhone und Apple Watch ziert.

Altes Design, neuer Sound

Im Innern sieht es schon etwas anders aus. Apple verspricht einen deutlich überarbeiteten Klang, setzt dafür allerdings in erster Linie auf Software-Verbesserungen. Auf der Hardwareseite sorgen ein Tieftöner in vier Zoll sowie fünf kleinere Hochtöner für den richtigen Klang. Die Hochtöner sind dabei rund um den unteren Rand des Homepods angeordnet, so sollen sie den Boden als Klangverstärker nutzen. 

Die wichtigste Möglichkeit dieses Designs ist aber das sogenannte "Beam-Forming". Wie schon der Vorgänger erkennt der Homepod die Umgebung und passt den Klang entsprechend an. Ist er in der Nähe einer Wand platziert, würden durch die Reflexionen etwa eigentlich die Bässe überbetont. Um das auszugleichen, sendet der Homepod den Klang seiner Hochtöner deshalb von der Wand weg, in Richtung der Zuhörer. So soll unabhängig vom Standort ein ausgewogener Klang garantiert werden. Gegenüber dem alten Modell soll das softwareseitig noch besser funktionieren. Auch der Raumeffekt Spatial Audio soll so mit einem einzigen Lautsprecher noch differenzierter klingen. Wie gut das klappt, kann erst ein Test zeigen.

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Auch in Stereo oder als Soundsystem

Noch besser werden Homepods allerdings, wenn man mehr als einen besitzt. Koppelt man zwei oder mehr Homepods, erkennen diese automatisch gegenseitig ihren Standort und arbeiten zusammen. Sie trennen nicht nur die Stereospur automatisch aus, sondern passen den Klang auch je nach Entfernung und Standort weiter an. Alternativ kann man die Speaker auch als Multiroom-System benutzen. 

Wie schon beim ersten Homepod arbeitet der Speaker auch gemeinsam mit dem AppleTV zusammen, wird zusammen mit der Streaming-Box zum Heimkino-Lautsprecher. Zwei Homepods ermöglichen dann sogar den Raumklang nach dem Dolby-Atmos-Standard, solange die genutzten Medien das unterstützen.

Smarthome noch schlauer

Auf der Smarthome-Seite hat der neue Homepod ebenfalls einiges zu bieten. Dazu setzt er natürlich auf Siri. Apples Sprachassistentin kann nicht nur Musik spielen und Fragen beantworten. Mittels der "Wo Ist"-App kann sie auch das eigene iPhone suchen und es per Tonsignal anpingen. Gut: Siri erkennt bis zu sechs verschiedene Stimmen und passt die Anfragen entsprechend an - sucht also das richtige iPhone oder wählt persönliche Kalender für Erinnerungen. Die Smarthome-Steuerung unterstützt den modernen Standard Matter, auch Apples Homekit ist weiter an Bord.

Völlig neu ist der Grad, in dem der Homepod sich seiner Umgebung bewusst ist. So hat der Lautsprecher nicht nur einen internen Temperatursensor, der bei der Berechnung des Klanges eine Rolle spielt. Auch die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit kann er mit neuen Sensoren erfassen. Und so mit entsprechendem Smarthome-Zubehör auch die Heizung oder einen Luftbe- oder entfeuchter nach den eigenen Vorlieben steuern. 

Sogar für die Sicherheit kann er etwas tun: Mittels seiner Mikrofone erkennt der Homepod automatisch die Signale von Alarmanlagen und Rauchmelder – und informiert den Besitzer per iPhone-Nachricht über die Notmeldung.

Der neue Homepod ist ab dem 3. Februar in Weiß und Mitternacht erhältlich. Er kostet 349 Euro.

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