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#BlackOutTuesday: Zeichen der Solidarität: Wieso heute Millionen Menschen schwarze Bilder posten

Millionen Menschen teilen heute auf Instagram komplett schwarze Bilder. Dahinter steckt eine weltweite Kampagne, die ein Zeichen im Kampf gegen Rassismus setzen will.

Black Out Tuesday

Unter #BlackOutTuesday teilen weltweit Menschen ein komplett schwarzes Bild 

Wer heute in seinen Instagram-Feed schaut, wird vielleicht überrascht sein, dort vor allem auf eine Menge Leere zu treffen. Unter dem Motto "Black Out Tuesday" teilen Millionen Menschen komplett schwarze Bilder. Doch was hat es damit auf sich?

Die Idee zu der Aktion kommt ursprünglich aus der Musikszene. Große Labels wie Capitol Records und die Warner Music Group hatten sich dazu verschrieben, am 2. Juni keinerlei Geschäfte zu führen. Auf Instagram hieß es: "In Solidarität mit unseren schwarzen Kollegen, Künstlern und geliebten Künstlern im ganzen Land, die von der sinnlosen Ermordung eines weiteren unschuldigen schwarzen Mannes aufgewühlt wurden, werden wir am 2. Juni die Geschäfte niederlegen." Stattdessen wolle man die Zeit nutzen, um zu reflektieren und sich in Sachen Rassismus weiterzubilden.

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BLACK LIVES MATTER. #THESHOWMUSTBEPAUSED

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Ein schwarzes Bild als globales Zeichen der Solidarität

Inzwischen hat sich die Aktion zu einem weltweiten Zeichen der Solidarität mit der "Black Lives Matter"-Bewegung entwickelt. Menschen teilen die schwarzen Bilder, um zu zeigen, dass es in diesem Moment nichts Wichtigeres geben kann, was auf sozialen Medien geteilt werden sollte. Dass kein Balkon-Selfie oder After-Gym-Foto Aufmerksamkeit verdient, wenn Menschen protestieren und ihr Leben riskieren, um darauf hinzuweisen, dass wir auch im Jahre 2020 noch mit einem massiven, weltweiten Rassismus-Problem zu kämpfen haben, das immer wieder die Leben unschuldiger Menschen fordert.

Unter dem Hashtag sammeln sich inzwischen bereits mehr als drei Millionen Posts (Stand Dienstag, 12:45 Uhr). Auch viele Prominente, Publikationen und Sportler*innen machen bei der Aktion mit.

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Black Lives Matter. #BlackOutTuesday

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Übrigens: Falls auch du unter dem Hashtag Black Out Tuesday deine Solidarität auf Social Media zeigen willst, verzichte bitte darauf, auch den Hashtag #blacklivesmatter hinzuzufügen. Während die Aussage im Teaser wichtig und richtig ist, bitten viele Aktivist*innen darum, diesen Hashtag weiterhin hauptsächlich für Content im Rahmen der Weiterbildung zum Thema Rassismus zu nutzen. Sollten zu viele Menschen schwarze Bilder mit #blacklivesmatter versehen, würden die Informationsquellen in den Sammel-Feeds zu weit nach unten gespült. 

jgs
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