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Schräge Masche: Abzocke: Warum Sie sich vor ɢoogle.com hüten sollten

Mit einer neuen Abzock-Masche haben es Betrüger auf Ihr Geld abgesehen. Denn natürlich dürfen Sie weiter Google benutzen. Nur vor ɢoogle sollten Sie sich in Acht nehmen.

Google Abzocke

Auf ɢoogle.com findet man leider keine Suchergebnisse

Es ist die ewig gleiche Masche: Schon seit Jahren zocken umtriebige Kriminelle arglose Internetnutzer ab, indem sie ihnen vorgaukeln, auf einer seriösen Webseite gelandet zu sein. Weil viele potenzielle Opfer mittlerweile gelernt haben, dass man auch auf die Adresszeile achten muss, reicht eine identisch aussehende Webseite oft nicht mehr aus. Also tricksen die Abzocker auch noch mit ähnlichen Internet-Adressen. Jüngstes Beispiel: ɢoogle.com ist nicht dasselbe wie .com.

Denn der erste Buchstabe der Webadresse ist gar kein echtes "G" - sondern ein sogenanntes "Kapitälchen" des lateinischen Buchstabens. So bezeichnet man Buchstaben, die im Erscheinungsbild Großbuchstaben, aber in der Schriftgröße einem Kleinbuchstaben entsprechen. Das macht die Adresse besonders perfide. Bisher waren die Adress-Klone bei genauerer Betrachtung meist schnell zu entdecken. Da war dann etwa ein Buchstabendreher in der Adresse der vermeintlichen Bank. Doch selbst aufmerksame Nutzer dürften bei ɢoogle.com erst einmal keinen Verdacht schöpfen. Außer man weiß, dass eine URL in der Regel keine Großbuchstaben enthält.

Abzocke statt Suchmaschine

Statt der beliebtesten Suchmaschine der Welt findet man unter ɢoogle.com nur eine Weiterleitung auf verschiedene Abzockseiten. Manche scheinen nur Spam zu verbreiten, berichtet der Tech-Blog "Analytics Edge". Die Spur führt wohl nach Russland. In unseren Tests wurden wir auf andere Seiten gelenkt, die von aktuellen Virenscannern gleich ganz geblockt wurden, weil sie als gefährlich gemeldet worden waren. 

Doch warum taucht auf einmal ein solch ungewöhnlicher Buchstabe in einer Webadresse auf? Vor einiger Zeit wurde die bis dahin auf lateinische Buchstaben beschränkte Adress-Vergabe geändert. So soll man auch in Sprachen, die andere Alphabete nutzen, native Internetadressen anmelden können, etwa für japanische oder russische Kunden. Und damit konnte man eben auch eine Adresse mit einem  "ɢ" anmelden. Findige Betrüger werden bestimmt bald noch weitere Kandidaten für die Masche finden.

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