Bundesgerichtshof BGH schützt Googles Bildersuche


Der Bundesgerichtshof hat entscheiden, dass die Vorschaubildchen in Googles Bildersuche nicht gegen das Urheberrecht verstoßen. Eine Künstlerin hatte das US-Unternehmen verklagt: Die Miniaturansichten ihrer Werke in den Suchergebnissen verletzten ihre Rechte.

Google darf in der Trefferliste seiner Bildersuchmaschine auch urheberrechtlich geschützte Werke zeigen. Die Urheberrechte der Künstler würden durch die Darstellung der verkleinerten Vorschaubilder nicht verletzt, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Wollten Künstler die Darstellung ihrer Werke vermeiden, müssten sie ihre Internetseite entsprechend absichern. Die Richter wiesen die Klage einer bildenden Künstlerin ab, die in den Vorschaubildern ihre Urheberrechte verletzt gesehen und Google verklagt hatte. (Az.: I ZR 69/08) Die von Google betriebene Internetsuchmaschine verfügt über eine textgesteuerte Bildsuchfunktion, mit der nach Abbildungen gesucht werden kann. Die von der Suchmaschine gefundenen Bilder werden in der Trefferliste als verkleinerte Vorschaubilder gezeigt, sogenannte Thumbnails. Über einen Link kann die Seite mit der Abbildung dann aufgerufen werden. Die Klägerin unterhält eine eigene Internetseite mit Abbildungen ihrer Kunstwerke. Im Februar 2005 wurden bei Eingabe ihres Namens als Suchwort in der Suchmaschine Abbildungen ihrer Kunstwerke als Vorschaubilder angezeigt. Bereits die Vorinstanzen hatten ihre Klage auf Unterlassen jedoch abgewiesen. Google habe davon ausgehen dürfen, dass die Künstlerin mit der Abbildung ihrer Werke einverstanden gewesen sei, urteilte der Erste BGH-Zivilsenat. Denn sie habe den Inhalt ihrer Internetseite für den Zugriff von Suchmaschinen zugänglich gemacht. Dabei habe sie nicht die vorhandenen technischen Möglichkeiten genutzt, um die Abbildung ihrer Werke vor der Suche und Anzeige durch Bildersuchmaschinen auszunehmen.

Reuters Reuters

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