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Nur Burger und Süßigkeiten So speckte Dackel Dennis 20 Kilo ab


Dackel Dennis war so schwer wie ein Kleinkind: Er wog 25 Kilo, bekam nur Fastfood und Süßes und wurde immer lethargischer. Bis er ein liebevolles Zuhause bekam.

Burger, Pizza, Süßigkeiten: Das stand auf Dennis' Speiseplan, bevor er von seinem neuen Frauchen Brooke Burton auf Diät gesetzt wurde. Der kleine Hund war nicht nur viel zu dick – er war buchstäblich fett, viel zu fett für einen Hund seiner Größe. Dennis brachte mit gut 25 Kilogramm fast 20 Kilogramm zu viel auf die Waage. "Als ich ihn der erste Mal gesehen habe, konnte ich es nicht glauben", sagt Brooke in einem Interview mit UT San Diego. "Ich war nicht einmal sicher, zu was für eine Hunderasse er gehört, weil er einfach so dick war."

Sein vorheriger Besitzer, Brookes Onkel, hatte es "gut gemeint" und Dennis wie einen Menschen behandelt. Zu Fressen bekam er hauptsächlich Fastfood und süße Snacks, die selbst Menschen nur in Maßen essen sollten. Sein Übergewicht war nicht nur für seinen Körper zu viel, auch die Hundeseele litt. "Anfangs war er deprimiert und hat sich überhaupt nicht wohl gefühlt in seiner Haut", erzählt Brooke. "Er hatte auch keine besonders ausgeprägte Persönlichkeit. Erst nachdem er abgenommen hatte, zeigte er sein wahres Ich: Ein kleiner dickköpfiger Dackel, der mit jedem gerne spielt".

Die Medizinstudentin setzte den kleinen Hund auf eine strenge Diät aus Trockenfutter. Außerdem sorgte sie für viel Bewegung. Nach nicht einmal zwei Jahren hat sie so sein Gewicht von mehr als 25 auf rund fünfeinhalb Kilogramm reduziert. Allerdings hatte der Dackel-Rüde während des Abnehm-Prozesses mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie schwer übergewichtige Menschen, die in kurzer Zeit viel Gewicht verlieren. Nach einiger Zeit begann die überschüssige Haut an seinem Körper zu schlackern. Irgendwann sei es so schlimm gewesen, dass der kleine Dackel beim Spazierengehen auf die überschüssige Haut getreten ist. Zudem hätten sich die Hautfalten entzündet. Dennis musste operiert werden.

Insgesamt dreimal wird dem kleinen Dackel die überschüssige Haut entfernt. Die Kosten für die Eingriffe: umgerechnet rund 2600 Euro. Finanziert hat Frauchen Brooke die Operationen durch Spenden. "Dennis ist eine gute Lektion für Tierhalter", zitiert die UT San Diego die behandelnde Ärztin von Dennis, Kathleen Ham. "Fressen ist keine Liebe. Was ein Tier braucht, ist Liebe und Aufmerksamkeit."

Heute wiegt Dennis rund fünfeinhalb Kilo, ideal für seine Rasse. Und endlich kann er ein ganz normaler Hund sein. "Er liebt es im Garten herumzutollen und Eichhörnchen zu jagen", sagt seine neue Besitzerin.

Die Geschichte von Dennis hat Brooke übrigens bei Facebook dokumentiert. Damit will sie nicht nur seine Geschichte erzählen. Sie will auch anderen Menschen die Augen öffnen. Denn oftmals vergessen Hundebesitzer, dass ihre Vierbeiner keine Menschen sind. Fastfood und Süßigkeiten gehören nicht in den Fressnapf. "Ich zeige ihm meine Liebe, indem ich gut für ihn sorge – und nicht, indem ich ihn mit Fastfood füttere", sagt Brooke.

Andrea Suhn

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