HOME

Dokumentarfilm "Traders' Dreams": Einblicke ins Ebay-Universum

Der Dokumentarfilm "Traders' Dreams" blickt hinter die Kulissen des Konzerns und zeigt erfolgreiche Ebay-Nutzer und solche, denen Ebay kein Glück gebracht hat. Zum Teil gelingen interessante Einblicke, doch am Ende bleiben zu viele Fragen offen.

Von Dirk Liedtke

Ebay kennt nun wirklich jeder. Das könnte man meinen. Aber diese Woche startet ein Dokumentarfilm, der so tut, als sei Ebay eine brandneue Sache im Internet. "Traders' Dreams" beobachtet Schotten von einer kleiner Insel, eine vierköpfige arbeitslose Familie aus dem sächsischen Borna und mexikanische Vasenmaler bei ihren Versuchen, über die riesige Internet-Handelsplattform Geld zu verdienen, ihr Leben zu verbessern.

Die Sachsen scheitern auf eine rührende Weise an ihrem Unverständnis gegenüber dem urkapitalistischen Marktplatz, ein Schotte aus unbekannten Gründen. Den größten Erfolg scheinen noch die Mexikaner zu verbuchen: sie bekommen in ihrem Kaff endlich einen Telefonanschluss und langsames Internet. Als Erstes schalten sie ihren Zwischenhändler aus, einen Gringo mit Cowboyhut und Pickup-Truck. Ob sie damit Erfolg haben, lässt der Film offen. Das ist ärgerlich: Denn in drei Jahren Drehzeit hätten die Filmemacher Stefan Tolz und Markus Vetter das nun wirklich herausfinden können.

Millionäre gegen Mexikaner

Die glamouröse Gegenwelt zu den dilletierenden Ebay-Anfängern bieten Impressionen von der Firmenmesse "Ebay Live", wo auf sehr amerikanische Weise aufgekratzte Ebay-Fans "Ehrlichkeit und Effizienz" der Firma bejubeln und Mondpreise für versteigerten Tinnef zelebrieren wie bei einer Erweckungsveranstaltung. Der Ebay-Gründer wird in einer Szene vor seinem Messeauftritt gezeigt, wie er sich weigert, Fragen zu seinem Reichtum zu beantworten. Direkt dagegen schneiden die Filmemacher Bilder von den mexikanischen Töpfern, die auf Anhieb noch nicht einmal verstehen, was der "Sofortkauf"-Button bei Ebay bedeutet.

In einem Ausschnitt von einer deutschen "Ebay-University"-Schulung behauptet ein Referent allen Ernstes, Waren im Wert von 20 Milliarden Euro schlummerten in deutschen Kellern und Dachböden. Man müsse sie nur bei Ebay zu Geld machen. Die Sachsen, die an der gebührenpflichtigen Veranstaltung teilnehmen, wirken daher umso ungeschickter. Sie scheitern etwa daran, ein "Weihnachtsfrau-Faschingskostüm" zu verkaufen. "Null Gebote! Artikel nicht verkauft." Mit diesen Montagekniffs soll Ebay geldgierig, bedrohlich wirken - ein zynischer, böser Konzern, der auch nicht verhindert, dass unser wackerer Sachse am Ende eine ABM-Stelle annehmen muss.

Ali Baba - der David aus China

Genugtuung zieht der Zuschauer nur aus dem Erfolg des Bosses der chinesischen Internet-Plattform Ali Baba. Jack Ma ist so clever, dass Ebay den Markt in China schließlich Ali Baba überlassen muss. Das ist die Rache für die gebeutelten Mexikaner, Sachsen und Schotten denen Ebay kein Glück gebracht hat - David gegen Goliath.

In klassischer Dokumentarfilm-Manier halten die Filmer nur drauf, schneiden die Bilder zusammen und verkneifen sich jeden Kommentar. Trotzdem fühlt sich der Zuschauer bevormundet. Wenn der Film eine Botschaft hat, lautet die: An den Rändern der Globalisierung, sei es in Sachsen oder in einem mexikanischen Kaff, macht auch Ebay aus Losern keine Gewinner. Diese Botschaft ist sehr verkürzt. Denn trotz Kritik an steigenden Gebühren, ärgerlichen Betrügereien und einer sinkenden Zahl angebotener Artikel überwiegen bei Ebay immer noch zufriedene Käufer und Verkäufer.

Viele offene Fragen

Vieles, was der Film nur anreißt, kann man nicht einordnen: Ist der Ebay-Gründer raffgierig wie Onkel Dagobert oder tut er Gutes mit seinem Vermögen? Verkaufen die Mexikaner auch ohne Zwischenhändler aus den USA mit Erfolg ihre Vasen? Ist nur der Vater aus Sachsen auf ABM oder auch seine beiden Söhne und seine Frau? Ist die "Ebay-University" Nepp oder nützlich? In seinen viel zu eng gewählten Ausschnitten bietet der Film leider einen verzerrten Blick auf die Ebay-Welt.

Wer sich mit Ebay gut auskennt, sollte sich den Film trotzdem im Kino anschauen. Die Blicke hinter die Kulissen sind für Ebay-Fans allemal den Eintritt wert. Alle anderen können getrost auf die Ausstrahlung im Fernsehen warten.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.