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Einkaufen im Ausland: US-Ebay lockt Kunden aus Deutschland

Immer mehr Deutsche tummeln sich auf der US-Internetseite von Ebay. Der Anhaltend schwache Dollar macht Vieles preiswerter als hier. Allerdings lauern versteckte Kosten, wie Versand, Zoll und Steuer. Schnell kann das vermeintliche Schnäppchen zum teueren Fehlkauf werden.

Deutsche Online-Schäppchenjäger schauen sich zunehmend auf der US-amerikanischen Plattform des Internet-Auktionshauses Ebay um. Wegen des anhaltend schwachen US-Dollars seien dort viele Dinge trotz höherer Versandkosten sie Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren günstiger als hierzulande, teile Ebay Deutschland am Donnerstag in Berlin mit. Entsprechend steigen auch die Besucherzahlen auf der US-Seite: Im März waren es demnach 8,6 Millionen - zwei Millionen mehr als im Februar und fast vier Millionen mehr als noch ein Jahr zuvor. Deutsche Online-Käufer tätigten inzwischen ein Fünftel ihrer Ausgaben auf Ebay in Dollar, sagte ein Sprecher.

Bei bestimmten Elektronikartikeln, Schuhen oder Kleidung ließe sich so gegenüber dem Neupreis in Deutschland zwischen sieben und 27 Prozent sparen, rechnete die Auktionsfirma vor. Dabei seien sämtliche Zusatzkosten bereits einkalkuliert. Diese sollten Online-Käufer vor dem Ersteigern eines Artikels im Ausland tatsächlich stets berücksichtigen: So lohnt sich ein Blick auf die Internetseite des Zolls, um den konkreten Zollsatz für einen bestimmten Artikel nachzulesen. Bezüglich des Versands aus dem Ausland empfiehlt Ebay einen Preisvergleich mehrerer Anbieter. Unter Umständen könne es zudem sinnvoll sein, ein Online-Bezahlungssystem mit Käuferschutz zu nutzen.

AFP / AFP
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