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Facebook kauft Whatsapp: Was verändert der Milliardendeal für die User?

Warum zahlt Facebook 19 Millarden Dollar für eine so kleine Firma wie Whatsapp? Und was verändert sich für die User der Messaging-App? stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

Von Timo Brücken

Teure Hochzeit: Facebook hat für die Messaging-App Whatsapp sage und schreibe 19 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Aber warum eigentlich?

Teure Hochzeit: Facebook hat für die Messaging-App Whatsapp sage und schreibe 19 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Aber warum eigentlich?

Wenn Miley Cyrus gestorben wäre, hätte kaum mehr los sein können - zumindest auf Twitter. Der Milliardendeal zwischen Facebook und Whatsapp verstopfte in der letzten Nacht sämtliche Timelines. 19 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 14 Milliarden Euro, hat das weltgrößte soziale Netzwerk für die beliebte Messaging-App hingelegt. Eine stolze Summe, und ein Deal, der eine Menge Fragen aufwirft. stern.de beantwortet die wichtigsten:

Was will Facebook mit Whatsapp?

Das große Facebook feierte gerade erst seinen zehnten Geburtstag und hat aktuell 1,2 Milliarden Mitglieder. Whatsapp hingegen ist die wesentlich kleinere Firma und nur halb so alt, bringt es allerdings heute auch schon auf 450 Millionen Nutzer. Bis zu drei Milliarden könnten es in den kommenden Jahren werden, glaubt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Enormes Wachstumspotenzial, mit dem sich eine Menge Geld verdienen lässt. Und zwar so, wie der Social-Media-Konzern es immer getan hat: mit den Daten der Nutzer. Gleichzeitig war Whatsapp zuletzt einer gefährlichsten Konkurrenten für Facebook. Vor allem bei Jugendlichen wird das soziale Netzwerk immer unbeliebter. Viele von ihnen wandern zu Alternativen wie Whatsapp ab, um mit ihren Freunden zu kommunizieren. Außerdem erschließt sich Zuckerberg mit dem Kauf neue Märkte, zum Beispiel in Europa und Brasilien. Dort ist Whatsapp nach wie vor deutlich beliebter als Facebooks eigene Messenger-App.

Warum gibt Facebook so viel Geld für Whatsapp aus?

19 Milliarden US-Dollar für ein kleines Unternehmen mit gerade einmal 55 Mitarbeitern. Das klingt verrückt, aber Facebook hat gute Gründe, so viel Geld auf den Tisch zu legen: Es gab ernst zu nehmende Mitbewerber. Wie der Tech-Blog "The Information" berichtet, war zumindest auch Google an Whatsapp interessiert. Gut möglich, dass die Macher der App deswegen den Kaufpreis in die Höhe treiben konnten. Außerdem wollte Facebook mit dem astronomischen Angebot wohl ein zweite Schmach wie die vom vergangenen Herbst vermeiden. Damals bot Facebook dem Erfinder von Snapchat drei Milliarden Dollar für seine App - und der sagte einfach nein.

Wie hat Whatsapp bisher Geld verdient?

Einmal im Jahr müssen Whatsapp-Nutzer eine Gebühr von 89 Cent zahlen. Die einzige Einnahmequelle des Unternehmens, denn Werbung gibt es in der App nicht, und angeblich werden auch keine User-Daten weiterverkauft. "Wir interessieren uns nicht für Informationen über unsere Nutzer", sagte Whatsapp-Gründer Jan Koum noch im Januar.

Was ändert sich nun für die Whatsapp-Nutzer?

Vordergründig so gut wie nichts. An der jährlichen Abogebühr und der Werbefreiheit will die Firma laut einem Blogbeitrag nicht rütteln. Dass die App bald im Facebook-Blau erstrahlt oder einen Like-Button einführt, ist unwahrscheinlich. Schließlich hat Facebook nach wie vor seinen eigenen Messenger. Whatsapp werde unter dem Dach von Facebook "autonom bleiben und unabhängig agieren", schreiben die Macher - was Mark Zuckerberg sofort bestätigte. Nur die Daten der Whatsapp-Nutzer, die werden in Zukunft auf Facebook-Servern lagern und sehr wahrscheinlich ausgewertet und weiterverkauft. Die meisten Nutzer dürfte das aber nicht stören. Mit dem Datenschutz nahm es Whatsapp auch bisher nicht so genau, trotzdem nutzen mehr als 400 Millionen Menschen die App.

Was bedeutet der Deal für andere Unternehmen?

Kleine Start-ups in der Technologiebranche werden sich freuen: Sie können in Zukunft deutlich mehr Geld verlangen, wenn große Unternehmen sie aufkaufen wollen. Die Konzerne wiederum müssen bereit sein, potenziellen Konkurrenten derart viel Geld zu bieten, dass die gar nicht anders können, als sich kaufen zu lassen.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.