HOME

Zehnjähriges Jubiläum: Zehn skurrile Fakten zu Facebook

Eine Milliarde Mitglieder, so gut wie Sex, aber bei Partyeinladungen mit Vorsicht zu genießen. Facebook feiert Geburtstag und stern.de hat die wichtigsten Fakten zum Jubiläum zusammengestellt.

Von Christoph Fröhlich und Timo Brücken

Am 4. Februar 2004 brachte Mark Zuckerberg zusammen mit drei Kommilitonen die Website Facebook an den Start, die sich anfangs nur an Studenten einer einzigen Universität richtete. Zehn Jahre später ist daraus ein Milliardengeschäft geworden, sowohl was die Mitgliederzahl angeht als auch finanziell. Pünktlich zum Jubiläum hat stern.de zehn Fakten und Geschichten aus den ersten zehn Jahren Facebook zusammengestellt:

1. Mit "Hot or not" fing alles an

Mark Zuckerberg programmierte den Vorgänger von Facebook im ersten Semester an der Elite-Uni Harvard. Doch mit dem späteren sozialen Netzwerk hatte "Facemash" noch wenig zu tun. Die Website war eine Harvard-Version des Spiels "Hot or not", bei dem die Attraktivität von Menschen bewertet wird. Zuckerberg hatte sich auf den Wohnheim-Websites Fotos von Kommilitoninnen zusammengesucht und stellte jeweils zwei von ihnen nebeneinander. Der Nutzer musste entscheiden, wer "hot" war, und wer nicht. Ziemlich frauenfeindlich fanden das viele damals und andere waren nicht gerade erfreut, ihr Bild ungefragt auf Zuckerbergs Seite wiederzufinden. Zehn Jahre später hat Facebook es hingegen geschafft, dass Milliarden freiwillig ihr Konterfei hochladen.

2. Die ersten Mitglieder

Jeder neue Facebook-Nutzer bekommt eine sogenannte ID, eine fortlaufende Nummer, die unter anderem in der Adresszeile des Browsers zu sehen ist. Anhand dieser Zahl hat die Zeitung "The Guardian" die Menschen ausfindig gemacht, die sich als allererste bei dem Sozialen Netzwerk angemeldet haben: Die Top Drei sind natürlich Mark Zuckerberg, der Chef selbst, und seine beiden Co-Gründer Chris Hughes und Dustin Moscowitz. Hughes leitete später die Online-Wahlkampagne von Barack Obama. Ganz vorn dabei war auch Arie Hasit, Zuckerbergs ehemaliger Mitbewohner an der Uni, der später nach Israel ging und Rabbi wurde. Andrew Collum, der das allererste Logo für Facebook entwarf, bekam ebenfalls eine der ersten IDs. Genauso wie Chris Putnam, der 2005 einen Virus geschrieben hatte, der auch Facebook-Profile befiel. Statt ihn anzuzeigen, bot Zuckerberg ihm jedoch einen Job an.

3. Der Boss ganz privat

Datenschutz hält Mark Zuckerberg ja eher für ein überholtes Konzept. Dass 2011 plötzlich private Fotos von ihm im Netz auftauchten, dürfte dem Facebook-Boss trotzdem nicht gefallen haben. Zu sehen war der Facebook-Gründer beim Kochen mit seiner Freundin und kuschelnd mit seinem Hund. Die Diebe hatten eine Sicherheitslücke des Netzwerks ausgenutzt, um in sein Profil einzudringen. Facebook behauptete damals, das Software-Leck habe nur für kurze Zeit existiert und nur wenige Nutzer betroffen. Und das Netz lachte über einen Facebook-Boss mit einem Huhn in der Hand.

4. Alle knacken die Million - nur Loddar nicht

In zehn Jahren Facebook gab es jede Menge skurrile und berührende Aktionen. So suchte im vergangenen Sommer ein Großteil der deutschen Facebook-Community nach dem Absender einer 18 Jahre alten Flaschenpost - mit Erfolg. Einen Shitstorm erntete der Münchner Radiosender Charivari: Mit einem simplen Gewinnspiel - der letzte Eintrag bekommt 10.000 Euro - löste der Sender eine Flut an Kommentaren aus und schoss sich ein sensationelles Social-Media-Eigentor. Denn eine Frist hatte das Unternehmen nicht gesetzt - und so hagelte es immer wieder neue Kommentare.

Eine bemerkenswerte Aktion gelang zwei Mädchen und einem Jungen aus Boston: Sie wollten ein neues Haustier, doch ihr Vater lehnte die Bitte immer wieder ab. Im Scherz fragten sie ihn, wie viele Likes sie auf Facebook schaffen müssten, damit sie doch einen neuen Hund bekommen. Er grübelte kurz, dann versprach er: Wenn sie auf Facebook eine Million Unterstützer finden, bekommen sie einen Welpen. Offenbar hatte er das Netz unterschätzt: Nach nur 13 Stunden war die Millionenmarke geknackt und der Vater musste kleinbeigeben. Bei einem Hund ist es seitdem nicht geblieben, mittlerweile ist aus dem einen Welpen ein halber Zoo geworden. Es folgten viele Nachahmer, darunter auch Lothar Matthäus: Er wollte von seinen Fans eine Million Likes, damit er wieder Fußball spielt. Er sammelte nur ein Drittel davon - doch seine Drohung machte er trotzdem wahr.

5. Facebook ist (fast) so befriedigend wie Sex

Ein Schnappschuss vom Mittagessen, das neueste Katzenvideo oder einfach nur ein "Like" unter das Profilfoto der besten Freundin: Ständig wird auf Facebook etwas gepostet. Doch warum eigentlich? Was ist die Faszination daran, teils belanglose Sachen in den Statusschlitz auf der Startseite zu posten? Wissenschaftler der Harvard University in Cambridge haben im Jahr 2012 untersucht, welche Wirkung das Nutzen von sozialen Netzwerken hat. Das Ergebnis: Beim Posten werden dieselben Hirnregionen stimuliert, die auch bei Sex oder gutem Essen ein Belohnungsgefühl auslösen.

6. Das Profilbild ist mehr als nur ein Porträt

Wenn man jemanden auf Facebook sucht, sieht man als erstes ein kleines, quadratisches Foto. Viele User nutzen dieses Profilbild, um ein Statement zu setzen. Das kann ziemlich profan sein, wie etwa im Herbst 2010, als Tausende ihre Facebook-Gesichter durch die von Mickey Mouse, Asterix und Co. ersetzten. Damals wurde allenfalls diskutiert, ob das Zeigen der Kindheitshelden vielleicht eine Urheberrechtsverletzung ist. Im Frühjahr 2013 wurde es hingegen politisch: Die Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe in den USA schmückten ihre Profile mit zwei pinkfarbenen Strichen auf rotem Grund. Ein Gleich-Zeichen als Zeichen für die Gleichheit.

7. 1500 Geburtstagsgäste auf einmal

Thessa ist längst eine Facebook-Legende. Im Sommer 2011 lud die Hamburger Schülerin ihre Freunde per Facebook zu ihrem 16. Geburtstag ein. Doch leider nicht nur die: Aus Versehen hatte sie die Einladung "öffentlich" gepostet, theoretisch konnten sie alle User sehen. Und es kam, wie es kommen musste. 15.000 Menschen kündigten auf Facebook ihr Kommen an , etwa 1500 erschienen tatsächlich und verwüsteten Thessas Nachbarschaft im beschaulichen Hamburg-Bramfeld. Diese Eskalation nahmen sich ein paar Jugendliche auf Backnang bei Stuttgart ein Jahr später zum Vorbild. Sie luden ganz absichtlich "öffentlich" zu ihrer Party, mehr als 3000 potenzielle Gäste sagten zu. Doch die Polizei stoppte die Facebook-Party bevor sie überhaupt stattfinden konnte – mit umstrittenen Methoden. Beamte durchforsteten das soziale Netzwerk, spürten die "Zusager" auf und suchten 130 von ihnen zu Hause oder am Arbeitsplatz auf. "Ein Exempel statuieren", nannte das ein Polizeisprecher, Rechtexperten fühlten sich hingegen an die Methoden von "Unrechtsstaaten" erinnert.

8. Wenn der Chef das Foto sieht...

Welche Folgen ein übermäßiger Mitteilungsdrang haben kann, illustriert der Fall eines Lageristen aus Viersen: Er war wegen eines Bandscheibenvorfalls seit einem Monat krankgeschrieben, hob aber bei seiner Hochzeit seine schwangere Frau hoch und trug sie durch ein herzförmiges Loch in einem Bettlaken, drei Fotos davon veröffentlichte er auf Facebook. Die bekam sein Chef zu sehen - und der reagierte prompt: Der ungelernte Lagerist wurde auf der Stelle fristlos gekündigt. Zwar sprach ein Gericht dem 21-Jährigen später eine Entschädigung zu, den Job war er aber los.

9. Vom Hipster- zum Seniorennetzwerk

"Keiner meiner Freunde nutzt Facebook", schrieb die 13-jährige Ruby Karp in einem lesenswerten Beitrag auf der Social-Network-Nachrichtenseite "Mashable". Und stellte noch einmal deutlich klar: "Ich kenne hier vielleicht gerade mal meine Oma." War Facebook anfangs ein Netzwerk der Hippen und Collegeboys, wird es nun mehr und mehr zu einem Rentnernetzwerk, witzeln Teenager. Zwar haben viele von ihnen einen Account im Zuckerberg-Netzwerk, nur ihre Zeit, die verbringen Sie lieber auf Whatsapp, Snapchat und Twitter. Denn spätestens, wenn ein Teenager die Freundschaftsanfrage der Mutter im virtuellen Briefkasten vorfindet, wird es Zeit, Facebook Lebewohl zu sagen.

10. 1,23 Milliarden Nutzer auf einen Blick

Haben die Menschen nach zehn Jahren genug gefacebookt? Sind sie des Likens überflüssig? Ganz im Gegenteil: Erst vergangene Woche vermeldete Facebook neue Rekordzahlen. 1,23 Milliarden Menschen tummeln sich mittlerweile in dem Netzwerk, das sind 172 Millionen mehr als im Vorjahr. Und: 62 Prozent der Nutzer schauen täglich vorbei. 1,23 Milliarden Nutzer, das sind so viele Menschen wie in Europa, Kanada, den USA und Australien zusammen leben - und dann fehlen immer noch knapp 115 Millionen. Wie so viele Nutzer auf einen Haufen aussehen, zeigt das Projekt "The Faces Of Facebook": Auf dem ersten Blick erinnert die Seite an das Schneerauschen von Fernsehern mit Empfangsproblemen. Doch klickt man einen der bunten Pixel an, erkennt man: Jeder Punkt ist das Profilbild eines Facebook-Users. Der Platz an der Sonne gehört - natürlich - Mark Zuckerberg.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.