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Schutz der Privatsphäre Google Street View übereifrig: Kopf von britischem Ochsen unkenntlich gemacht

Grasende Kuh mit verschwommen zu sehendem Kopf
"Schön zu sehen, dass Google die Privatsphäre von Kühen ernst nimmt", untertitelte David Shariatmadari sein getwittertes Fundstück
© Screenshot Twitter/Google
Ein Journalist des "Guardian" hat das Bild eines Ochsen aus dem Netz gefischt, dessen Kopf mit einem Unschärfefilter bearbeitet worden war. Er hat es bei Twitter gepostet und seine Follower zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema animiert.

Er stand in Cambridge am Fluss Cam und graste. Dann kam Google Street View vorbei und schoss ein Foto. Das muss irgendwann im August 2015 gewesen sein, zumindest sagt das die Datumsangabe von Google auf dem Bild eines Ochsen. Der Kopf des Tieres ist verwischt, und das ist ungewöhnlich. In der Regel wird die Technik bei Menschen angewandt, um sie unkenntlich zu machen. Zum Schutz ihrer Privatsphäre. Genau aus diesem Grund veröffentlichte David Shariatmadari, Meinungschef der US-Ausgabe des "Guardian", das Foto bei Twitter. Es hat Seltenheitswert – und sein Tweet wurde bereits 16.000 Mal geteilt.

Die BBC hat bei Google nachgefragt, warum das Porträt des Tieres durch den Schutzfilter entwürdigt worden sei, und zur Antwort bekommen, dass die Technologie zugeschlagen habe. Ein Sprecher gab folgende Auskunft: "Wir dachten, Sie hätten am Euter gezogen, als wir das Muhen hörten, aber es ist klar, dass unsere automatische Gesichtsverzerrungstechnologie ein wenig übereifrig gewesen ist. Natürlich neiden wir der Kuh nicht ihre fünf Minuten Ruhm."

bal

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