Internetbetrug 13-Jähriger ergaunert 370.000 Euro


Durch den Verkauf von nicht existierenden Waren über verschiedene Internetshops hat ein junger Brite über mehr als drei Jahre insgesamt 370.000 Euro erschlichen. Das Geld gab er aus, um das Leben eines reichen Playboys zu führen.

Ein 13 Jahre alter Hochstapler aus Großbritannien hat sich mit einem Internetgeschäft umgerechnet fast 370.000 Euro erschwindelt und in Saus und Braus gelebt. Der Junge habe über drei Jahre nicht existierende Waren über das Internet verkauft, berichtete die Zeitung "Daily Mirror". Mit dem Gewinn habe er sich in Limousinen herumfahren lassen, habe Designerkleidung getragen und ließ sich Champagner nach Hause schicken. Inspiriert zu seiner Karriere als "Millionär" wurde er nach dem Bericht von Krimis und Filmen wie "Catch Me If You Can" mit Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.

Der Jugendliche machte demnach teure "Geschäftsreisen" nach Paris und Schottland. In London mietete er Büros an, für die er auch Personal einstellte. Als ihn verärgerte Kunden auf die Schliche kam, habe er geantwortet: "Ich könnt mir nichts tun, ich bin minderjährig." Der heute 16-Jährige steht nun vor einem Gericht nahe London. Ihm droht eine Gefängnisstrafe.

Mit der Hochstapelei begann der Junge nach dem Tod seiner Mutter. Einen Teil seiner Erbschaft von rund 24.000 Euro investierte der laut "Daily Mirror" sehr wortgewandte Teenager in Krimis und andere Literatur, um die Erfolgsgeheimnisse von Hochstaplern zu studieren. In seinem ersten Internetshop bot er Flachbildschirme zu Schnäppchenpreisen an. Die Geräte existierten nicht. Schecks und Überweisungen kamen in solchen Mengen, dass er entschied, die Schule zu verlassen und sich der Full-Time-Betrügerei zu widmen. Er wechselte ständig Büros und Wohnungen, nicht ohne Mietschulden von vielen tausend Euro zu hinterlassen.

san mit DPA

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