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Kolumne: Neulich im Netz: CeBIT 2003: ABCIKLMNPS

Nur noch ein paar Dutzend Mal schlafen, schon ist es wieder so weit: Dann öffnet die nach eigener Darstellung weltgrößte IT-Messe wieder die Pforten. Hereinspaziert ins "Basislager für den Aufschwung im Frühjahr 2003", und zwar vom 12. bis 19. März.

Nur noch ein paar Dutzend Mal schlafen, schon ist es wieder so weit: Dann öffnet die nach eigener Darstellung weltgrößte IT-Messe wieder die Pforten. Hereinspaziert ins "Basislager für den Aufschwung im Frühjahr 2003", und zwar vom 12. bis 19. März.

Bonjour Tristesse

Die gute Nachricht zuerst. Die Latschbacher GmbH ist in diesem Jahr dabei. Auch die Pecaso Deutschland GmbH & Co. KG fehlt nicht. Sie und 13 weitere Firmen präsentieren die informationstechnologischen Highlights auf insgesamt 400.000 Quadratmetern Fläche. Und zwar "netto vermietet", wie die Veranstalter online unter www.cebit.de erklären. 13 plus 2 gleich 15 Aussteller, das kann doch nicht alles sein? Doch. Mehr Firmen haben anscheinend nichts mitzuteilen. Oder wollen es zumindest nicht der CeBIT verraten. Bonjour Tristesse im Pressebereich, in dem es gerade einmal für ein Alphabet in Vorschulgröße langt: ABCIKLMNPS.

Ein Hauch von Neogotik – irgendwie

Dahinter verstecken sich besagte Unternehmen von Acome bis zur Secaron AG. Bleibt zu hoffen, dass bis zum 12. März noch mehr Firmen von Weltrang den Weg ins virtuelle Pressezentrum, zumindest aber nach Hannover finden. Dort soll es übrigens sehr schön sein. Die niedersächsische Landeshauptstadt (www.hannover.de) behauptet nicht zu Unrecht, einiges bieten zu können. So widmet sich beispielsweise die Stiftung Kulturregion Hannover unter Federführung der örtlichen Kreissparkasse und der Region Hannover der Kulturförderung ebenda. Fast noch interessanter: der Kulturserver. Im Web zu finden unter http://kulturserver-nds.de. Kulturschaffende können sich hier kostenlos feilbieten. Beispielsweise die "new-gothic-rock band ascension aus der grafschaft hoya (niedersachsen)". Diese, ist unter An- und Ummeldungen zu erfahren, "vereint nach einer stiländerung psychedelische guitar-rifs mit drückende ..." Nun denn.

Mit sicherem Gespür für unpassende Gelegenheiten

Weil Messetage neben schmerzenden Füßen und trockener Zunge, müden Schultern und eben solchen Waden auch bis in den Abend hineinreichen, könnte möglicherweise Pedro Püser ein Quell der Kurzweil sein. Gleichfalls unter An- und Ummeldungen präsentiert sich "Don Pedro" unter www.don-pedro.info mit stattlichem Überbiss und multifunktionaler Ausstattung. Seine – wie man so schön sagt – Skills: singender Blumenbote, Schuhputzer und Überraschungsgast "im schrillen 70er Jahre Kostüm!!!". Falls gewünscht bringt der Don auch "eigene Lieder und Texte zu passenden oder unpassenden Gelegenheiten" zu Gehör. Gerade an einem von persönlicher Ermattung gezeichneten CeBIT-Abend allein auf dem Hotelzimmer oder am Tresen mit Kollegen und Kolleginnen vielleicht eine willkommene Abwechslung.

Reichen 184 Stunden CeBIT?

Davon unabhängig wird die CeBIT ab 2004 wieder auf sieben Tage verkürzt. Um die Kosten des Messeauftritts für die Aussteller zu reduzieren, so der sich aus Vertretern des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. und der Deutsche Messe AG, Hannover, zusammensetzende CeBIT-Messeausschuss. 2003 dauert das Spektakel noch acht Tage: 184 endlose Stunden in der niedersächsischen Steppe. Mit oder ohne Pedro Püser.