HOME

Joyn macht WhatsApp Konkurrenz

Mobilfunkkunden im Netz der Deutschen Telekom können ab sofort den SMS-Nachfolger Joyn nutzen. Doch was kann Joyn im Gegensatz zu anderen Mini-Programmen wie WhatsApp oder Yuilop?

Der SMS-Nachfolger Joyn steht zunächst nur Besitzern von Smartphones mit Android zur Verfügung

Der SMS-Nachfolger Joyn steht zunächst nur Besitzern von Smartphones mit Android zur Verfügung

Seit dieser Woche können Mobilfunk-Kunden auch im Netz der Deutschen Telekom mit dem SMS-Nachfolger Joyn Textnachrichten und Multimedia-Inhalte verschicken. Die Telekom gab den Start des Dienstes am Montag auf der Elektronikmesse Cebit bekannt, Vodafone führte ihn schon vor einigen Monaten ein, und O2 will noch folgen. Joyn soll zum Nachfolge-Standard der SMS werden werden. Jedoch gibt es bereits eine Vielzahl ähnlicher Messenger-Dienste.

Welche Messenger-Dienste gibt es?

Beispiele sind WhatsApp, Yuilop oder kik. Auch Programme wie ICQ, Skype und Google Talk, die auch auf dem Computer funktionieren, sind für Smartphones verfügbar. Joyn ist vergleichsweise neu und ermöglicht auch Videoübertragungen während Anrufen. Auf Smartphones ist häufig schon ein Messenger-Dienst vorinstalliert. Auf diesen ist aber niemand festgelegt: Andere lassen sich als App herunterladen, wenn sie für das jeweilige Betriebssystem verfügbar sind. In Zukunft wird Joyn immer häufiger auf Handys vorinstalliert sein.

Wie kann ich diese Dienste nutzen?

Während bei der guten alten SMS das Mobilfunknetz für das Versenden der Nachricht herhält, ist für die Messenger eine Internetverbindung nötig. Es ist also je nach Nutzung empfehlenswert, eine mobile Daten-Flatrate zu buchen - Smartphone-Nutzer haben diese aber meist ohnehin. Ein weiterer wichtiger Unterschied zur klassischen SMS: Um mit Freunden beispielsweise über WhatsApp zu kommunizieren, müssen diese auch genau diesen Dienst auf ihrem Gerät installiert haben. Gleiches gilt auch bei Joyn. Der Versand von Nachrichten ist - wie bei der SMS - über die Grenzen der Mobilfunknetze hinweg möglich.

Was kosten die Messenger?

Kosten fallen natürlich für den Datentarif an, die Anwendungen selbst sind in der Regel kostenlos oder für kleines Geld zu haben. Die Joyn-App kann gratis heruntergeladen werden - vorerst aber nur für Handys mit dem Google-Betriebssystem Android. Die Anwendung für das iPhone von Apple soll folgen. WhatsApp kostet im App Store von Apple einmalig 0,89 Euro. Für Besitzer von Smartphones mit Android ist das erste Nutzungsjahr des Programms kostenlos - danach soll eine Jahresgebühr von weniger als einem Euro fällig werden.

Gibt es Sicherheitsbedenken?

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein etwa weist auf Bedenken von Datenschützern in den Niederlanden und Kanada wegen WhatsApp hin. Demnach kritisieren die Datenschützer, dass WhatsApp die Adressbücher der Smartphones von Nutzern automatisch ausliest und die Daten dann auf Servern des Unternehmens speichert. Problematisch sei dies, weil durch diese Funktion persönliche Informationen über Dritte auf den Servern von WhatsApp landeten, die den Geschäftsbedingungen des Unternehmens aber überhaupt nicht zugestimmt hätten.

Welche Alternativen gibt es?

Die Telekom betont, dass die Nutzung von Joyn bei ihr auf Grundlage der "strengen europäischen Datenschutzbestimmungen" erfolge. Unternehmenssitz und Server-Standorte seien in Deutschland. Das Adressbuch bleibe - anders als bei anderen Messengerdiensten - immer auf dem Smartphone und werde nicht auf international verteilte Server als Kopie hochgeladen und dort unbegrenzt gespeichert.

Wer keinen Messenger nutzen oder keine SMS schreiben will, kann immer noch auf eine E-Mail ausweichen. Smartphones können ohne Probleme E-Mails empfangen, wenn sie über eine Internetflat ständig mit dem Netz verbunden sind. Je nach Einstellung kann der Nutzer durch Vibrieren oder einen Signalton sofort nach ihrem Eingang auf sie aufmerksam gemacht werden.

kave/AFP/AFP

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.