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Irre Facebook-Gruppe Mann schießt sich in den Hoden und wird damit zum Facebook-Helden

Pistole
Der Finger am Abzug ist unter Waffenfreunden in der Regel verpönt
© Picture Alliance
In der Facebook-Gruppe "Loaded Guns Pointed at [B]enis" provozieren Knarren-Fans ihre Kritiker. Eines der Gruppen-Mitglieder hatte nun einen unangenehmen Unfall. 

Es ist eine skurrile Grundlage für eine Facebook-Gruppe: Männer, die Bilder und Videos von ihrem Schritt posten, auf den eine scharfe, geladene Waffe gerichtet ist. Jetzt hat die Gruppe "Loaded Guns Pointed at [B]enis" einen neuen Helden. Er dürfte seine Tat, der er das verdankt, trotzdem bereuen: Er hat sich mit der Waffe versehentlich in den Schritt geschossen.

"Hey Jungs, ich hab das wohl vermasselt", schrieb das Mitglied der Gruppe laut "Vice". Im in der Gruppe geteilten Video ist demnach ein kurzer Moment des Posens mit der Pistole vom Typ Colt 1911 zu sehen, bevor sich der Schuss löst. "Gottes Kaliber 45 ging durch meinen Hoden, die Matratze, den Lattenrost und den Boden." Zuerst habe er gedacht, es habe sich um einen Streifschuss gehandelt, erst beim Krankenhausbesuch, den "Vice" verifizieren konnte, seien die Ein- und Austrittswunden gefunden worden. 

Irre Rebellion

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passiert. Die Gruppen-Mitglieder kokettieren nicht nur mit der geladenen Waffe, sondern haben dabei in der Regel auch den Finger am Abzug. Damit wollen sie vor allem provozieren. Selbst unter Schusswaffenfans in den USA gilt Trigger-Discipline als heiliger Gral. So bezeichnet man das Prinzip, die Waffe ausschließlich auf Personen zu richten, auf die man wirklich schießen will. Zudem gehört der Finger nur zum Abdrücken auf den Abzug. Mit diesen grundsätzlichen Sicherheitsregeln sollen Unfälle vermieden werden. Doch den Gruppen-Mitgliedern ist das ein Dorn um Auge.

"Wir sind es leid, das uns die Republikaner (siehe NRA) und sagen, was wir mit unserem Eigentum tun sollen", erklärte ein Administrator der Gruppe gegenüber "Vice". "Nur weil wir Knarren mögen, erwarten alle, dass wir Frauen hassen, gegen Abtreibungen und für Trump sind." Was ihr "Protest" damit zu tun haben soll, erklären sie nicht.

Dem verletzten Mitglied geht es nach Angaben des Administrators gut. In der Facebook-Gruppe wird er als "König" und Held gefeiert, bekam sogar Administrator-Rechte. Nachahmen wollen ihn die Gruppenmitglieder aber wohl nicht. "Ein Grund warum wir ihn zu unserem König gemacht haben, ist, dass sich der arme Kerl ja schon selbst verletzt hat. Wir brauchen ihn dann nicht auch noch bestrafen", erklärt der Administrator. "Er hat seine Lektion gelernt, ohne dass die ganze Welt ihn einen Idioten nennen muss." Ob das stimmt, sei dahingestellt. Schließlich ist er immer noch Teil der Gruppe. Und die macht weiter wie vorher.

Quelle:Vice

mma

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