Neulich im Netz Internet: Es wurmt mal wieder


Wieder einmal macht ein Wurm Karriere. "Sasser" sorgt dafür, dass der Computer unmotiviert abstürzt und neu startet. Eine Tugend, die Microsoft'sche Betriebssysteme vor nicht allzu langer Zeit noch beinahe täglich auszeichnete.

Wieder einmal macht ein Wurm Karriere. "Sasser" sorgt dafür, dass der Computer unmotiviert abstürzt und neu startet. Eine Tugend, die Microsoft'sche Betriebssysteme vor nicht allzu langer Zeit noch beinahe täglich auszeichnete.

Während einerseits wieder Spekulationen ins Kraut schießen, ob nicht böse Programmierer Tür an Tür mit guten Programmierern basteln und sich die Hersteller von Firewalls, Virenschutzprogrammen und anderen kommerziell erfolgreichen Tools eine goldene Nase verdienen, wird der Ruf nach Regulierung laut.

Vielleicht sollte man Würmer einfach verbieten. Oder ihnen die offiziellen Schranken weisen. Wie so oft hilft ein Blick in die Provinz.

Mainz singt und lacht, das weiß man auch im hohen Norden, doch alles in geregelten Bahnen. So hat die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt nun eine feingliedrige Regelung für Straßenmusik bekannt gemacht.

Zunächst unterscheiden die Stadtväter zwischen zwei Zonen, denen sie fein säuberlich Straßen der Innenstadt zuordnen.

Dann kommt der Clou. In Jahren mit gerader Jahreszahl darf in Zone 1 nur vormittags, in Zone 2 nur nachmittags musiziert werden. In Jahren mit ungerader Jahreszahl ist es aus nachvollziehbaren Gründen der Ausgewogenheit umgekehrt. Laute Instrumente wie Tuba oder Posaune dürfen nur in Gruppenstärke von vier Instrumenten antreten und die Spielstätten müssen alle 30 Minuten gewechselt werden – ohne am gleichen Tag an selbige zurück zu kehren. Mutmaßlich werden die Politessen gerade zum Fußgängerzonenakustiker fortgebildet.

Warum also nicht mit Würmern so umgehen? Vorschlag: An Tagen, deren Datums-Quersumme ungerade ist, dürfen nur PCs befallen werden, deren Betriebssystem über eine Gesamtzahl an Programmzeilen verfügt, die durch vier teilbar ist. Oder so. Bis eine solche oder ähnliche Regelung umgesetzt ist, empfiehlt sich der Gang zum großen Bruder Microsoft, der ein Tool zur Entfernung des Wurms anbietet.

Selbstverständlich nur zu den üblichen Büro-Öffnungszeiten.

<a class="link--external" href="mailto:stern@ha-net.de">Guido Augustin</a>

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