VG-Wort Pixel

#museumofselfies Luther, Jesus und Marie-Antoinette machen Selfies


In Museen scheinen historische Persönlichkeiten dem Selfie-Wahn verfallen zu sein. Ein Trend-Hashtag auf Twitter zeigt, wie es aussähe, hätten Luther, Marie-Antoinette und Jesus Fotohandys gehabt.

Ganz, ganz früher, als es noch keine Smartphones gab, mussten Menschen noch irgendwie ohne Selfies zurechtkommen. Aber was wäre, wenn nicht?

Ein neuer Trend-Hashtag auf Twitter zeigt, wie es aussähe, hätten schon Martin Luther, Marie-Antoinette und Jesus Fotohandys gehabt. Unter dem Hashtag #museumofselfies posten Kunstliebhaber und Museumsbesucher aus aller Welt aktuell Fotos von historischen Persönlichkeiten, die vermeintlich ein Smartphone in der Hand halten und sich selbst fotofrafieren. So wird Twitter zu einem Selfie-Museum - etwas, dass es in 100 Jahren tatsächlich geben könnte.

Das Duckface bleibt uns erspart

Eigentlich darf man im Museum ja gar keine Fotos machen. Was aber, wenn die gerahmte Prominenz an den Wänden das selbst tut? Der Spaß ist denkbar einfach: Man nimmt den besten Freund oder talentiertesten Fotografen mit ins Museum und zwei Smartphones. Am längsten wird es wohl dauern, den eigenen Arm mit Telefon in der Hand im korrekten Winkel vor das gewünschte Portrait zu halten. Dann schnell das Foto machen - bevor ein Wächter etwas mitbekommt.

Den Trend gestartet hat die Dänin Olivia Muus, der die Idee dazu in der Nationalgalerie in Kopenhagen kam. Seither sammelt sie auf ihrem tumblr-Blog witzige pseudo-Selfies.

Amüsant sind die Fotos vor allem deshalb, weil sich die Gelehrten, Vertreter der Königshäuser und Künstler auf ihren Portraits bereits mit dem heute typischen selbstgefälligen Selfie-Blick auf der Leinwand abbilden ließen. Das Smartphone in der Hand macht den modernen Look dann perfekt. Zumindest das Duckface - der albern zum Entenschnabel verzogene Mund - bleibt den Betrachtern dieser speziellen Selfies aber erspart.

Sogar ein paar Museen machen mit, unter anderem das Historische Museum Basel, das Zeppelin-Museum für Technik und Kunst Friedrichshafen und das Hamburg Museum.

Jenny Kallenbrunnen

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker