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Software: Alles umsonst

Textverarbeitungen, E-Mail-Programme und Grafik-Editoren: Mit Gratis-Software aus dem Internet kann jeder mehrere hundert Euro sparen.

Was nichts kostet, kann auch nichts taugen: Das mag für Waschmaschinen oder Privatfernsehen gelten, nicht aber für Computerprogramme. Da gibt es eine Menge Software gratis und bequem im Internet - und zwar Software von so hoher Qualität, dass sie an kommerzielle Produkte nicht nur heranreicht, sondern oft sogar besser ist und sicherer.

Fürs Texten und fürs Internet

Wer sich nur ein wenig im Netz umguckt, kann für fast jedes teure Programm einen kostenlosen Ersatz finden. Zum Beispiel ein komplettes Paket Bürosoftware mit umfangreicher Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank und Präsentationsprogramm: "Openoffice 1.1.1" heißt das Paket, kostet nicht einen Cent und kann Microsofts mehr als 400 Euro teurem "Office 2003" mindestens das Wasser reichen. Nur ein E-Mail-Programm ist nicht dabei, aber das gibt es natürlich auch: "Thunderbird 0.5" kann jeder bedienen, der Microsofts "Outlook" kennt. Dass die Software erst in Version 0.5 vorliegt, sollte nicht abschrecken, denn das Programm läuft stabil - genauso wie des Donnervogels Bruder, der Browser "Firefox 0.8". Der ist sogar noch besser als sein Pendant, der "Internet Explorer", er blockiert automatisch Werbung und kann mehrere Internetseiten in einem Fenster anzeigen. Wer "Thunderbird" und "Firefox" in einem Paket nutzen will, lädt die "Mozilla-Suite 1.6" herunter (deutsche Version unter mozilla.kairo.at) - und weil alles so schön gratis ist, noch ein Messenger-Programm, mit dem man über AOL, ICQ, MSN oder Yahoo chatten kann: "Trillian" heißt die praktische Software, erhältlich unter www.ceruleanstudios.com.

Für Bilder

Texten, mailen, surfen - das ist nun kein Problem mehr, und die Kreditkarte bleibt weiter unbenutzt im Geldbeutel. So soll es bleiben. Auch wenn es darum geht, Bilder zu bearbeiten. Dafür nämlich gibt es "Gimp 2.0.1". Die Website gimp.org/windows ist zwar in Englisch, das Programm selbst aber auf Deutsch; die Software holt man sich mit einem Klick auf "Jernej Simoncic". Etwas kniffelig die Installation des Ganzen, lohnt sich aber. Zwar kann "Gimp" mit professionellen Grafik-Programmen wie Adobes "Photoshop" nicht mithalten, reicht für einfache Bildbearbeitung und Foto-Effekte aber aus. Und auch wer seine Fotos lediglich anschauen und archivieren möchte, findet im Netz sehr viele Möglichkeiten, zum Beispiel die Programme "Irfanview" und "XnView".

Für Musik

Riesig ist inzwischen auch die Auswahl an kostenloser Musik-Software. Jetzt auch auf Deutsch und für Windows-Nutzer erhältlich ist das Programm "iTunes" der Firma Apple. Damit kann man nicht nur Musik hören, sondern auch große MP3-Sammlungen archivieren sowie CDs auf die Festplatte kopieren und brennen. Einzige Nachteile: Das Programm ist groß und langsam. Schlanker und schneller sind die MP3-Abspielprogramme "Zinf" und der Klassiker "Winamp". Gekaufte Musik-CDs auf Festplatte überspielt "CD-Ex".

Ein paar Klicks, einige Downloads, ein wenig Zeit zum Installieren: Fertig ist der PC, auf dem (außer Windows) nur geschenkte Software läuft. Doch damit das auch so bleibt, muss er geschützt werden vor Viren und Würmern. Ein wenig sicherer als andere sollte er bereits sein, weil Virenprogrammierer gern Microsoft-Programme wie "Outlook" oder "Internet Explorer" angreifen, da diese sehr verbreitet sind. Ein letzter Klick jedoch kann nicht schaden: Unter www.free-av.de gibt es das Anti-Viren-Programm "AntiVir". Gratis natürlich. Ist doch klar.

Ulf Schönert/Sven Stillich / print