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Soziales Netzwerk: Facebook ermittelt die "Bruttoinlandslaune"

Auf Facebook können die Nutzer ihren jeweiligen Gemütszustand angeben. Aus diesen Daten haben die Betreiber des sozialen Netzwerks nun die "Bruttoinlandslaune" errechnet.

Die Internet-Plattform Facebook hat einen Index für gute Laune entwickelt - der allerdings vorerst nur auf Englisch und in den USA funktioniert. Aus einer ersten Auswertung von Daten der letzten Monate geht hervor, dass die Wahl von US-Präsident Barack Obama als kollektiver Glückstag erlebt wurde, während die Todestage des Hollywood-Schauspielers Heath Ledger und von Pop-Ikone Michael Jackson die größten Tiefpunkte bildeten.

Wie Facebook am Dienstag mitteilte, beruht der Index "Bruttoinlandslaune" (Gross National Happiness index GNH) auf einer statistischen Auswertung von positiven Wörtern wie "glücklich" und "genial" sowie von Negativwörtern wie "traurig" oder "tragisch". Dazu werden Stichproben der Eintragungen der rund 300 Millionen Nutzer der Plattform genommen und gemeinsam mit Psychologen ausgewertet. "Jeden Tag teilen Menschen in Facebook ihren Nächsten mit, wie sie sich fühlen", sagte Adam Kramer von der Facebook-Statistikabteilung. "Diese geben kleine Einblicke in das Wohlbefinden der Menschen - und wenn sie zusammengezählt werden, geben sie Aufschluss über das kollektive Wohlbefinden."

Laut der Auswertung der vergangenen zwei Jahre steigt der GNH an Feiertagen und in den Ferienzeiten grundsätzlich an - allerdings rutscht er kurz nach Mutter- oder Vatertagen aus bislang unerklärlichen Gründen unter den Durchschnittswert. Doppelt so hoch wie der Durchschnittswert war der GNH nach der Wahl Obamas im vergangenen November. Der bisher traurigste Tag war laut Facebook der 22. Januar 2008, der Todestag von Heath Ledger, der mit dem Absturz der Börsen in Asien zusammenfiel. Zweittraurigster Tag war demnach der 25. Juni, als der King of Pop überraschend starb.

Vorerst wird der Index "Bruttoinlandslaune" nur auf der Grundlage der englischen Einträge erstellt. Kramer kündigte aber an, dass die Aufnahme anderer Sprachen und anderer Länder geplant ist.

AFP / AFP