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Videoportale: Kleine Filme und das große Geld

Videocommunitys sind riesige Fundgruben für freiwillige und unfreiwillige Komik. Auf einigen Angeboten können Nutzer mit ihren Werken künftig sogar Kohle scheffeln.

Von Felix Disselhoff

Jedes Jahr werden in Hollywood Milliarden Dollar mit Kinofilmen eingespielt. Filme wie Spiderman verschlingen als wahre Effektfeuerwerke fast 300 Millionen Dollar und Schauspieler verlangen horrende Gagen. Da hat der Hobbyfilmer es mit seinem verwackelten Heimvideo von der eigenen Katze recht schwer auf dem freien Markt.

Doch auch für solche Freizeitwerke gibt es Plattformen. Die Videos findet man auf Youtube und GoogleVideo - in Massen. Bislang stellten deren Nutzer die Clips rein aus Spaß an der Sache auf die Seiten. Das könnte sich bald ändern.

Scheuer Teenager mit Profi-Filmteam

Vor einigen Tagen kündigte Youtube an, seine User an den Gewinnen der Seite zu beteiligen. Wer genug Klicks auf seine Videos bekommt, könnte so ein paar Dollar nebenbei verdienen. Wer jetzt aber zur Kamera greift, um die kleine Schwester und ihre beste Freundin bei ihrer Version von Kelly Clarksons neuestem Hit zu filmen, hat schlechte Karten. Web-Operas wie "Lonelygirl15" haben es da mit mehr als zehn Millionen Besuchern leichter. Die Serie um ein schüchternes Mädchen, deren Eltern ihr aus religiösen Gründen den Schulbesuch verboten und die den Kontakt zu Gleichaltrigen über Youtube suchte, sorgte binnen kürzester Zeit für einen Hype um ihre Person. Erst später wurde bekannt, dass hinter dem scheuen Teenager ein professionelles Filmteam steht. Wer trotzdem mit den eigenen Amateurvideos ein wenig verdienen will, hat bei anderen Plattformen bessere Chancen.

Lädt man sein Video bei Revver.com hoch, gibt das Unternehmen 50 Prozent der Werbeeinahmen an den Hobbyregisseur ab. Dazu wird ans Ende jedes Films ein Werbeclip gehängt. Klickt ein Zuschauer auf den Clip, fließt das Geld. Auf Revver finden sich hauptsächlich Kurzfilme. Pixelige, verwackelte Aufnahmen sind eher die Seltenheit. Dieses Modell ist auch für Blogosphäre durchaus interessant. Das Unternehmen zahlt Geld an Blogger, die auf ihrer Seite auf fremde Videos verlinken.

Videos spielten 30.000 Dollar ein

Reich wird man mit Revver jedoch nicht. User berichten, trotz tausender Klicks nur wenige Dollar verdient zu haben. Anders erging es Fritz Grobe und Stephen Voltz, als sie letztes Jahr ihre "Diet Coke Mentos"-Videos statt bei GoogleVideo bei Revver platzierten. Tausende User wollten sehen, wie Mentoskaubonbons Colaflaschen zum Platzen bringen. Die Videos spielten rund 30.000 Dollar ein. Die Hälfte der Einnahmen ging an die verrückten Wissenschaftler. Die Kosten für die vergossene Cola müssten sie damit wieder eingenommen haben.

Die Plattform Panjea gibt sich recht künstlerfreundlich und überlässt den Ideengebern sogar 85 Prozent der Werbeeinnahmen. Panjea bietet die Möglichkeit, mit seinen Videos eigene Kanäle zu gründen, vergleichbar mit einer Playlist auf dem Ipod. Auch hier reicht der Blick ins Video nicht aus, damit Geld auf das eigene Konto fließt. Der Zuschauer muss auf den Link am Ende des Spots klicken. Anbieter wie Panjea und Revver zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Inhalt und die Qualität der hochgeladenen Filme filtern. Bei Youtube findet sich hingegen auch viel Belangloses, dass höchstens den Filmer selbst interessieren dürfte.

Produzenten konzentrieren sich auf Videoportale

Dennoch gibt es eine Reihe von Filmproduzenten, die sich auf diese Portale konzentrieren und versuchen, mit ihren Streifen Geld zu verdienen. Ihre Filme sind meist sehr einfach produziert und sprechen ihr Publikum direkt an. Ein Großteil der Produzenten besitzt dank eigener Blogs schon einen festen "Kundenstamm".

Die Videoplattform Metacafe.com gestaltet ihr Erlöskonzept etwas simpler. Hier bekommt der User pro 5.000 Klicks fünf Dollar. Allerdings erst, wenn die 20.000-Marke erreicht wurde. Dafür muss der Inhalt schon wirklich kurios sein. Das Unternehmen darf das Video außerdem zu Werbezwecken nutzen. Das meistgesehene Video hat mit über fünf Millionen Klicks schon 27.000 Dollar eingespielt und zeigt einen Athleten bei seinem Training. Auf Blip.tv können User vor allem für sich selbst werben. Die Videos können mit einer eigens erstellten Grafik versehen werden. Klickt der Zuschauer am Ende des Stücks darauf, wird er auf die eigentliche Website des Künstlers geleitet. So dient Blip als Plattform für private Werbeclips. Diese Idee ist besonders interessant für Webmaster, die schnellstmöglich viele User auf ihrer Homepage haben wollen.

Plattform kassiert halben Gewinn

Im Gegensatz zu den Blockbustern aus Hollywood mit ihren teuren Werbekampagnen muss sich hier jeder selbst um sein Publikum kümmern. Das Unternehmen, das lediglich die Plattform bereitstellt, streicht dann mindestens die Hälfte des Gewinns ein. Ob es die kleinen Plattformen in die Gewinnzone schaffen, ist fraglich. Während die kostenlosen Schnipsel im Jahre 2010 bereits 55 Prozent des gesamten Videokonsums in den USA ausmachen sollen, wird der Umsatzanteil am Werbebudget für Online-Videos nur 15 Prozent oder rund 875 Millionen Dollar ausmachen. Das erwartet der amerikanische Mediendienst Screen Digest.

Wesentlich erfolgreicher entwickeln sich Videoseiten mit Rückendeckung durch TV-Konzerne. Das deutsche Portal Myvideo von ProSieben Sat.1 wuchs in Verbindung mit Bonusmaterial aus Serien wie "Popstars" und "You can Dance" innerhalb kürzester Zeit um mehr als 200 Prozent, so eine Studie der Nielsen/Netratings Europe.

Filme dürften Nebenerlös bleiben

Wer die Welt nur mit selbstgedrehten Pannen erfreuen und sich die Zeit mit kurzweiligen Filmchen versüßen will, ist mit Youtube bestens beraten. Die vergleichsweise kleinen Plattformen dürfen sich außerdem auf Urheberrechtsklagen gefasst machen. Immer wieder finden sich Mitschnitte aus Fernsehsendungen. Dass Private mit ihrem Programm Geld verdienen, dürfte den Anwälten großer Senderfamilien genug Anlass zu einer Welle von Klagen liefern.

Kreative sollten jedoch ruhig einen Blick auf die unterschiedlichen Video-Communities werfen. Aufwändig produzierte Filme gehen in der Flut neuer Uploads bei YouTube einfach unter. Dass einige Videos erstaunliche Gewinne eingefahren haben, dürfte ihre Schöpfer freuen. Trotzdem wird es nur ein Nebenerlös bleiben. Wirklich reich ist mit den "Short Cuts" noch niemand geworden. Mit Ausnahme von Steve Chen und Chad Hurley, den YouTube-Gründern.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.