HOME

Abzocke im App Store: Der große Betrug mit dubiosen TV-Apps

Sie werben mit mehr als 50 Fernsehsendern und kosten weniger als einen Euro: TV-Apps für iPhone und iPad boomen. Was die meisten Kunden erst nach dem Kauf merken: Viele Anwendungen sind reine Abzocke.

Von Christoph Fröhlich

Unterwegs auf iPhone und iPad fernsehen und nie mehr die Lieblingsserie verpassen - mit diesem Versprechen locken zahlreiche Anbieter von TV-Apps. Die wohl populärste ist die Anwendung "TV Deutschland": Sie wird zum Schnäppchenpreis von 0,89 Euro in Apples App-Store angeboten und findet reißenden Absatz. Derzeit liegt sie auf Platz zwei der meistverkauften Apps, direkt hinter dem Messengerdienst Whatsapp und vor Branchenriesen wie "Angry Birds" oder der Jogging-App Runtastic. Um eine solch hohe Platzierung zu erreichen, muss die App jeden Tag mehrere tausend Mal heruntergeladen werden. Ein einträgliches Geschäft für die Macher.

Doch nicht nur die Downloadzahlen beeindrucken, sondern auch die Bewertungen. Unter den derzeit 7130 Bewertungen findet sich 4810 Mal die Höchstwertung von fünf Sternen. Auf den ersten Blick scheint die App auch einiges zu bieten: Mehr als 50 TV-Kanäle versprechen die Entwickler in der Beschreibung, außerdem gebe es Bonusfunktionen wie einen TV-Guide und eine Schnellsuche. Bei genauerem Hinsehen entpuppen die sich aber als Luftnummer: Der TV-Guide ist nicht mehr als ein Link zur Fernsehseite "TV-Movie", die Suche nur ein Verweis auf die Google-Startseite. Auch das Layout überzeugt wenig. Wie also erklären sich die überragenden Bewertungen?

Fünf Sterne für nichts

Wer die App das erste Mal startet, bekommt zunächst nur eine Handvoll Sender zu sehen. Beliebte TV-Sender wie Pro Sieben oder Sat1 sucht man vergebens. Wie der Radiosender "Njoy" auf seinem Onlineauftritt berichtet, mussten User bis vor kurzem die Anwendung im App Store mit fünf Sternen bewerten, um zusätzliche Sender freizuschalten. Dies ist nun offenbar nicht mehr der Fall, wie ein Test von stern.de zeigt. Die Taktik der Entwickler scheint aufgegangen zu sein: Mit vier Sternen hat "TV Deutschland" eine höhere Durchschnittsbewertung als populäre Apps wie Facebook oder Youtube. Nur: Die versprochenen Sender bekommen die User nie zu Gesicht.

Wenn die Nutzer das merken, ist die dreiste Masche der App-Entwickler längst aufgegangen: Sie haben nicht nur 89 Cent kassiert, sondern dafür auch noch die Höchstwertung erhalten. Die wiederum wirkt vertrauenserweckend für weitere Kunden, da User-Bewertungen häufig das einzige Indiz sind, mit der sich die Qualität einer Anwendung erahnen lässt. Eine App mit mehreren tausend positiven Bewertungen wird nur selten hinterfragt.

Apple verdient mit

Die Masche ist nicht neu: Auch andere Apps versuchen, sich mit auf dubiose Weise verschafften Fünf-Sterne-Bewertungen im App Store nach oben zu schieben. So bietet die Gratis-Anwendung "mobiles Kino", die eine "riesengroße Sammlung an Filmen" verspricht, gegen eine Gebühr von acht Euro Spielfilme an. Alternativ können Nutzer fünf Sterne vergeben, um 15 kostenlose Filme freizuschalten. Auch hier funktioniert die Masche: 1116 Fünf-Sterne-Bewertungen stehen 162 mit der niedrigsten Punktzahl gegenüber. Im November 2012 sorgte die App "Mooncraft" für Schlagzeilen, die trotz eines Preises von 1,79 Euro nicht mehr als ein billig gemachtes Klickspiel - und damit weit entfernt vom ähnlich klingenden "Minecraft" - war. Die App wurde tausendfach heruntergeladen und bescherte den Entwicklern kräftige Gewinne, weil Apples Software-Kaufhaus mit einer Flut an wohlwollenden Rezensionen überschwemmt wurde. Auch diese Bewertungen: ein Fake.

Doch warum ist die Anwendung trotz zahlreicher Beschwerden noch immer im App Store verfügbar? Und wie konnte sie überhaupt den strengen Überprüfungsprozess durchqueren? Auf eine Anfrage von stern.de hat Apple bislang nicht reagiert. Kritisch: Bei jedem App-Verkauf verdient Apple knapp ein Drittel des Kaufpreises mit. Auch in Googles Play Store ist die Anwendung zu finden, allerdings ist die Anwendung dort weniger prominent platziert.

Kann man nach dem App-Kauf sein Geld zurückbekommen? In den Geschäftsbedingungen von Apple werden Rückgaben grundsätzlich ausgeschlossen. Beim Kauf einer App für 89 Cent mag das noch verschmerzbar sein, anders sieht es dagegen bei teureren Programmen aus. Bevor Nutzer diese herunterladen, lohnt sich daher ein Blick in die Kommentare.

"Absolut unbrauchbar!"

Bei der Abzocke-App "TV Deutschland" hätte das geholfen. Hier äußern viele Nutzer ihren Unmut: "Ein Lacher ist diese App wert, sonst nichts", schreibt ein iTunes-User. Ein anderer warnt: "Fallt nicht drauf rein ihr lieben Leute!" Nicht nur die fehlenden TV-Sender sorgen für Unmut, sondern auch die Qualität der vorhandenen Streams: "Erst minutenlanges Laden, dann stoppt die Wiedergabe alle drei Sekunden", empört sich ein User. Sein Fazit: "Absolut unbrauchbar!" Obwohl in der Beschreibung deutsche Sender versprochen werden, sind der Großteil ausländische Sender. "Hier gib es nur französische Sender. Deutsche Sender werden aber in der App-Beschreibung angepriesen. Gleich wieder gelöscht", kritisiert ein Nutzer.

Wirbt eine günstige oder gar kostenlose TV-App mit dem Fernsehprogramm von RTL, Pro Sieben, Vox und Co, ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Übertragungen des Live-Programms sind nur in den seltensten Fällen legal. So bietet RTL eine eigene App an, mit der sich das Programm des Kölner TV-Senders anschauen lässt. Das schlägt allerdings jährlich mit 15,99 Euro zu Buche. Ein weiteres Indiz für App-Abzocken: Sind in der Beschreibung viele Rechtschreibfehler zu finden - wie auch bei "TV Deutschland" -, sollte man sich das Geld lieber gleich sparen.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?