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Gerichtsurteil: Jetzt muss Apple doch das FBI ins iPhone lassen

Bislang hatte sich Apple geweigert, dem FBI bei der Auslesung eines Terroristen-iPhones zu helfen. Doch nun entschied ein Gericht: Der Computerriese muss der Polizeibehörde bei ihren Ermittlungen unterstützen.

Apple iPhone FBI

Das FBI muss leider draußen bleiben - zumindest neue Apple-iPhones kann es nicht auslesen

Im Streit zwischen den US-Behörden und Apple über die Entschlüsselung von iPhones hat der Technologiekonzern einen Rückschlag erlitten. Ein US-Richter in Boston wies Apple an, das Smartphone eines mutmaßlichen Bandenmitglieds in einem Straffall zu entsperren. Der US-Konzern müsse die Behörden bei der Auslesung des Smartphones unterstützen und Zugang zu den Inhalten gewähren, urteilte der Richter. Apple hatte sich bislang geweigert.

FBI verzichtete zunächst auf Klage gegen Apple

Der Streit über die iPhone-Entschlüsselung hatte sich an der Aufklärung des Anschlags im kalifornischen San Bernardino entzündet. Das Justizministerium wollte Apple in dem Fall per Gerichtsurteil zwingen, eine neue Software zu schreiben, um den Passwort-Schutz auszuhebeln. Nach wochenlangem juristischem Schlagabtausch nahmen die Strafverfolger aber die Klage zurück, da die Bundespolizei FBI ohne Hilfe des Technologiekonzerns das Smartphone entsperren konnte. 


Die Ermittler wollen über das Gerät herausfinden, ob die Attentäter in Kontakt zur Islamisten-Miliz IS standen. Bei dem Anschlag wurden im Dezember 14 Menschen getötet. Laut FBI funktioniert die Entschlüsselungsmethode jedoch nicht bei den neuen iPhones. Experten gehen nun davon aus, dass die Behörden künftig auf die Unterstützung von Apple angewiesen sein dürften.

nik/AFP
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