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Originale Bildqualität Whatsapp will eine seiner größten Foto-Schwachstellen beseitigen – und arbeitet bereits am Update

Whatsapp lässt sich nun auch auf Windows benutzen - ohne Smartphone-Verbindung (Symbolbild)
Besonders auf großen Bildschirmen fällt schnell auf, wie schlecht die Fotoqualität bei Whatsapp eigentlich ist. Das soll sich ändern.
© RyanJLane / Getty Images
Bilder, die über Whatsapp verschickt werden, sind oft von erstaunlich schlechter Qualität. Das soll Speicherplatz auf den Geräten der Empfänger einsparen. Doch bald schon wird Whatsapp Fotos auf Wunsch nicht mehr kleinrechnen.

Whatsapp eignet sich seit jeher nicht als Versandoption für schöne Bilder. Das liegt vor allem daran, dass der Messenger aus Platzgründen die Qualität von Medien runterschraubt. Lange Zeit war das auch eine sinnvolle Entscheidung der Entwickler, denn Speicherplatz war über Jahre ein knappes Gut auf Smartphones der Nutzer:innen. Vor allem bei älteren iPhones, die in der Basis-Ausstattung lediglich 64 Gigabyte boten.

Inzwischen hat sich die Lage allerdings entspannt und 128 Gigabyte sind der neue Standard. Theoretisch würde das auch mehr Bilder bei besserer Qualität erlauben, ohne dass die Geräte an ihre Grenzen kommen. 

Whatsapp erlaubt es, Bilder in Originalqualität zu versenden

Wie "WABetaInfo" berichtet, scheint sich Whatsapp endlich einer der größten Schwachstellen des Messengers zu widmen und die starke Komprimierung der Bilder auf Wunsch völlig zu deaktivieren. Das geht aus einem Bericht über die aktuelle Android-Beta des Messengers hervor.

In der Test-Version stellten die Experten beim Versand neuer Nachrichten einen bislang unbekannten Button fest. Über ein Optionsmenü lässt sich dort festlegen, ob man ein Bild in seiner ursprünglichen Qualität oder gewohnt kleingerechnet verschicken möchte.

Schon vor fast zwei Jahren hatte Whatsapp erste Möglichkeiten geschaffen, mit denen Nutzer die Qualität verschickter Bilder erhöhen konnten. Bei iOS findet sich diese Option in den Einstellungen. Navigieren Sie in das Menü "Speicher und Daten" und klicken Sie anschließend auf "Medien-Upload-Qualität". Dort stehen die drei Optionen "Automatisch", "Beste Qualität" und "Daten sparen" zur Verfügung. Was fehlt, ist eine Übermittlung ohne jeglichen Eingriff, bei Apple unter der Bezeichnung "Originalgröße" bekannt.

Große Bilder nur in Ausnahmen sinnvoll

Mit einem Blick auf den Speicherverbrauch sollte man das aber nicht standardmäßig für jedes noch so unwichtige Bild nutzen, sobald Whatsapp die Beschränkung aufhebt. Zum Vergleich: Fünf herkömmliche Bilder von einem aktuellen iPhone sind ohne Komprimierung rund 12 Megabyte groß. Ohne auf Mobilgeräten sichtbare Einschränkungen, aber mit einer gehörigen Portion digitaler Nachbearbeitung, sind es nur noch 4 Megabyte.

In einem Messenger wie Whatsapp, bei dem besonders in größeren Gruppen schnell Hunderte Bilder auf dem Telefon landen, summiert sich das ganz enorm. Die Möglichkeit, Bilder in Originalqualität zu versenden, lohnt sich daher vor allem für Motive, mit denen der Empfänger mehr machen möchte, als nur einen schnellen Blick darauf zu werfen – beispielsweise ein Poster drucken.

Wie bei jeder Neuerung in einer Whatsapp-Beta ist offen, wann die Betreiber die dortigen Änderungen für die Masse umsetzen und diese Teil der normalen Messenger-Versionen werden.

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