HOME

App als Kronzeuge: Wie sein iPhone einen mordenden Ehemann überführte

Eine Frau im britischen Middlesbrough liegt tot in ihrem Wohnzimmer, eine Insulin-Überdosis im Blut und die Reste einer Plastiktüte um den Hals. Ihr Ehemann spricht von einem Einbruch und mordenden Eindringlingen. Sein iPhone zeichnet ein anderes Bild.

Health-App auf dem iPhone

Im Falle einer getöteten Frau in Middlesbrough, England, erwies sich das iPhone als findiger Ermittler

Picture Alliance

Mitesh Patel lebte mit seiner Frau Jessica in der englischen Großstadt Middlesbrough, gemeinsam führten sie eine Apotheke. Das Geschäft lief gut, die Ehe nicht. Wie die britische Tageszeitung "The Telegraph" berichtet, traf Patel sich häufig mit anderen Männern, die er über die Dating-App "Grindr" kennenlernte. Eine ernsthafte Beziehung soll er zudem mit einem Mann geführt haben, der in Sydney lebt. Gemeinsam schienen sie einen teuflischen Plan zu schmieden.

Google-Suche: "I need to kill my wife"

Im Mai diesen Jahres injizierte Patel seiner Frau eine Überdosis Insulin und erwürgte sie schließlich mit einer Plastiktüte. Anschließend verwüstete der 37-Jährige das Haus und fesselte Jessica mit Klebeband, um einen Einbruch zu inszenieren.

Er spekulierte darauf, von der Versicherung Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe zu erhalten. Gemeinsam mit seinem Geliebten wollte er ein neues Leben, eine neue Familie. Die gefrorenen Eizellen seiner Frau sollten per In-vitro-Befruchtung den Kinderwunsch des homosexuellen Paares erfüllen. 

Als die Ermittlungen begonnen, mimte Patel den trauernden Ehemann. Schon bald fanden die Beamten jedoch Suchanfragen, die der Apotheker Jahre zuvor im Internet getätigt hatte. Darunter "I need to kill my wife" (zu deutsch: "Ich muss meine Frau töten"), "insulin overdose" ("Insulin Überdosis"), "hiring hitman UK" (Auftragsmörder anheuern GB")  und "how much methadone will kill you?" ("Wie viel Methadon bringt dich um?"). Patel wurde verhaftet, sein süßer Traum vom neuen Leben bröckelte. Dann platzte er endgültig - dank seines Smartphones.

Das iPhone ist ein aufmerksamer Beobachter

Zum ersten Mal in der Geschichte von Großbritannien wurden die Daten der Apple-Gesundheits-App "Health" ausgewertet, um einen Mörder zu überführen. Als Patel durch die Wohnung lief, Schubladen ausräumte und ihren Inhalt auf dem Boden entleerte, Möbel umstieß und das Bühnenbild eines Einbruchs entwarf, zeichnete sein iPhone seine Bewegungen auf: Vierzehn Schritte im Erdgeschoss, die Treppe rauf, 35 Schritt im Obergeschoss, zwei Stufen runter. 

So konnte der Verdächtige troz seiner Behauptung überführt werden, dass er sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus befand und von Einbrechern sprach.

Das iPhone seiner Frau verzeichnete nach ihrer Ermordung noch genau 14 Schritte, Patel nahm sie zur Inszenierung des Einbruchs mit in den Vorgarten, wo Jessicas Leiche schließlich gefunden wurde. Die analysierten Daten zeigen auch, dass Patel, nachdem er seine Frau angeblich tot aufgefunden hatte, schnellen Schrittes in den ersten Stock rannte, um die Festplatte des häuslichen Überwachungssystem unter einem Bett zu verstecken. 

Israelische Firma knackt Gerätecode

iPhones galten lange als unentsperrbar, was immer wieder zu Diskussionen führte. Ihren Höhepunkt erreichten diese, als Apple sich vor einiger Zeit weigerte, eine Hintertür für Ermittlungen des FBI einzubauen. Eine israelische Sicherheitsfirma allerdings entwickelte nun ein System, dass auch neueste iPhones problemlos entsperrt - und neben Patel bald auch weitere Verbrecher überführen dürfte. 

Das britische High Court sprach den Apotheker schuldig und verurteilte ihn zu lebenslanger Haft. In einem Statement gegenüber dem "Guardian" sagt die Schwester des Opfers über ihren Schwager: "Nur Mitesh selbst kann beantworten, warum er das getan hat. Seine Handlungen erfolgten aus rein egoistischen Gründen. Er hätte sich scheiden lassen können, er hätte alles nehmen können, was er wollte, er musste sie nicht töten. Er hat kein Recht, diesen teuflischen, grausamen und arglistigen Schritt zu gehen." 

Quellen: "Guardian", "The Telegraph"

Trailer zur Netflix-Doku "Casting JonBenét": Der mysteriöse Mordfall JonBenét




sve
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.