Apple-Handy Was das iPhone draufhat - und was nicht


Am Freitag kommender Woche startet der Verkauf des Apple-Handys in Deutschland. Wer dann mitreden will, sollte die folgenden Fakten kennen.
Von Dirk Liedtke

Was ist das Besondere am iPhone?

Das Gerät hat kaum Tasten, es wird per Fingerdruck auf das 8,9 cm große Display bedient. Hält man das Telefon ans Ohr, schaltet sich das Display automatisch ab.

Was kann es noch außer telefonieren und SMS?

Ins iPhone ist eine Zwei-Megapixel- Kamera ohne Blitz eingebaut. Dazu hat es einen Internetzugang per WLAN-Funk oder Mobilfunknetz, ein E-Mail-Programm, digitale Landkarten mit „Google Maps“ und einen iPod- Musikplayer mit acht GB Speicher. Albumcover werden beim iPhone scheinbar schwebend dargestellt. Außerdem gibt es einen Player für YouTube- Videos. Dreht man das Gerät um 90 Grad, wechselt die Darstellung von Bildern oder Internetseiten automatisch ins Querformat.

Welche Nachteile hat das iPhone?

Wie schon beim iPod ist der Akku fest eingebaut. Geht er kaputt, muss man das iPhone einschicken oder beim Händler abgeben. Das ist teurer und umständlicher als bei fast allen anderen Handys auf dem Markt. Ein weiteres Ärgernis: Der eingebaute Speicher von acht GB lässt sich nicht mit einsteckbaren Speicherkarten erweitern. Auch lassen sich keine Zusatzprogramme auf das iPhone laden, um den Funktionsumfang zu erweitern, etwa Spiele oder Navi-Software. Wie langlebig und kratzfest das Display aus Glas ist, muss sich in der Praxis erst noch zeigen.

Gibt es das iPhone wirklich nur bei T-Mobile?

In Deutschland ist das Handy ab dem 9. November nur in allen Telekom-Shops und im Online-Shop von T-Mobile zu haben. Der Käufer muss zudem zwingend einen T-Mobile-Vertrag abschließen.

Was wird das iPhone kosten?

399 Euro. Dazu muss man eins von drei Tarifpaketen buchen - entweder "M" (voraussichtlich 49 Euro pro Monat, inklusive 100 Minuten Sprechzeit und 40 SMS), "L" (69 Euro, inklusive 200 Minuten und 150 SMS) oder "XL" (89 Euro, inklusive 1.000 Minuten und 300 SMS). Enthalten ist unbegrenztes Surfen im deutschen T-Mobile-Netz und in 20.000 T-Mobile-Hot-Spots weltweit, von denen sich 8.000 in Deutschland befinden.

Lohnt ein Grau-Import aus dem Ausland?

Eher nicht. Zwar kann ein US-iPhone wegen des Dollarkurses billiger sein, selbst wenn man die beim Zoll zu entrichtende Einfuhrumsatzsteuer und andere Gebühren hinzurechnet. Außerdem gibt es das Handy in den USA auch ohne einen Vertragsabschluss mit dem dortigen Provider AT&T. Damit das iPhone dann aber in beliebigen Handynetzen funktioniert, muss eine inoffizielle, gehackte Software aufgespielt werden. Die Garantie ist dann ungültig, Updates können Probleme machen.

Wird das iPhone Geschwister bekommen?

Der Nachfolger, den Branchenkenner bereits für das Frühjahr erwarten, wird wohl im schnelleren UMTS-Datennetz laufen - ein wichtiger Fortschritt gegenüber dem jetzigen iPhone. Gerüchte gibt es auch um ein kompakteres, leichteres und billigeres "iPhone Nano".

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