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Markenrechtsstreit: Cisco wollte Kompatibilität zum iPhone

Kurz vor der Vorstellung von Apples Mobiltelefon waren die Verhandlungen mit dem Netzwerkausrüster Cisco um den Namen "iPhone" geplatzt. Ein Cisco-Manager erklärt in seinem Blog, was seine Firma vor allem wollte: Ihr Telefon sollte sich mit Apples Gerät verstehen.

Bei Verhandlungen um den Markennamen iPhone wollte der Netzwerk-Spezialist Cisco nach eigenen Angaben vor allem, dass das erste Apple-Handy mit seinen eigenen Produkten kompatibel sein kann. Cisco hatte Apple wegen des Namens iPhone verklagt. Apple will so sein innovatives Mobiltelefon nennen, Cisco sieht die Namensrechte bei sich.

Cisco habe vor allem einen offenen Standard angestrebt, schrieb Firmenmanager Mark Chandler in seinem Weblog. "Wir hofften, dass unsere Produkte in Zukunft miteinander kompatibel sein könnten." Cisco sei nicht auf Geld oder Abgaben auf jedes Apple-Handy aus gewesen, betonte Chandler. Apple hatte sein neues Handy am Dienstag vorgestellt und laufende Gespräche mit Cisco abgebrochen.

Apple spielt Klage herunter

Ein Apple-Sprecher hatte in einer ersten Reaktion die Klage heruntergespielt. Sie seien streitbar und außerdem sei das iPhone ein Multimedia-Handy, während Cisco unter dem Namen Geräte für die Internet-Telefonie anbietet. "Wie würde Apple reagieren, wenn jemand ein Produkt mit dem Namen iPod herausbringt und behauptet, es sei schon in Ordnung so, weil es mit einem anderen Videoformat arbeitet?", konterte Chandler.

Cisco hatte den Markennamen iPhone bereits im Jahr 2000 mit dem Kauf der Firma Infogear bekommen. Apple habe bereits seit 2001 mehrfach um Erlaubnis gebeten, den Namen iPhone zu verwenden, teilte Cisco mit.

DPA / DPA
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